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Angelobung

Wallner rät Grünen: "Nicht übertreiben"

ANGELOBUNG LH VORARLBERG: WALLNER / VAN DER BELLEN / BIERLEIN
APA/HANS PUNZ

Der Vorarlberger ÖVP-Chef Markus Wallner wurde zum bereits dritten Mal als Landeshauptmann des westlichsten Bundeslands angelobt.

Markus Wallner ist am Donnerstagnachmittag zum bereits dritten Mal als Vorarlberger Landeshauptmann angelobt worden. Wallner steht nach einem Zugewinn von knapp zwei Prozentpunkten neuerlich einer Koalition mit den Grünen vor. Zu den Grünen im Bund hatte er auch gleich einen Rat parat: Sein Rat an die Grünen: "Man soll es nicht übertreiben."

Für Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) ist Türkis-Grün im Bund keine ausgemachte Sache. Bisher gebe es allenfalls einen guten Beginn, sagte er gegenüber Journalisten am Rande der Angelobung in Wien. Wichtig wird aus seiner Sicht sein, die Interessen von Wirtschaft und Umweltschutz zu kombinieren. Sein Rat an die Grünen: "Man soll es nicht übertreiben."

Zudem ist für Wallner die Frage Asyl und Migration nicht erledigt. Hier werde es weiter eine sehr konsequente Linie brauchen. Selbst wird sich Wallner, der ja in Vorarlberg einer Koalition mit den Grünen vorsteht, nicht direkt in die Koalitionsverhandlungen einschalten. Wo immer Rat gefragt sei, werde er sich aber einbringen. Altkanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wollte sich am Rande der Angelobung nicht zu aktuellen Themen äußern.

Van der Bellens Faible für Konservativismus 

Zu seiner Angelobung meinte der Landeshauptmann, diese "sei immer irgendwie berührend". Beim dritten Mal gehe es aber vielleicht etwas leichter von der Hand. Begleitet wurde er bei der Zeremonie in der Präsidentschaftskanzlei von seiner Frau und den drei gemeinsamen Kindern sowie von Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein und ÖVP-Obmann Sebastian Kurz.  Sein Plus bei dem Urnengang Mitte Oktober sieht Bundespräsident Alexander Van der Bellen als Anerkennung und Vertrauensvorschuss.

Das Staatsoberhaupt bekannte, ein sehr enges Verhältnis zu Vorarlberg zu haben. Seine Huldigung ging von der Schönheit des Bregenzerwaldes über die Bregenzer Festspiele bis hin zu seinem freundschaftlichem Bezug zu Bischof Benno Elbs. Überdies habe er ein Faible für die Vorarlberger, die einen Schuss Konservativismus mit einer bemerkenswerten Offenheit und Innovationsfreudigkeit verbänden.

(APA)