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Wie man Uhren richtig pflegt

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Wer seine Uhr liebt, lässt ihr auch die passende Pflege angedeihen. Diese Wertschätzung erhöht ihre Lebensdauer und  Freude macht’s obendrein.

Der deutsche Politiker Horst Seehofer sagte einmal, dass viele Leute ihr Auto besser pflegen würden, als sich selbst. Auch die Uhr hat längst das Zeug zum gehegten und gepflegten Schatz zwischen Preziose und Statussymbol. So, wie der Motor eines Autos unter der Haube verborgen liegt, ist auch das Werk einer Uhr im Bauch des Gehäuses untergebracht. Und dort wird erstaunliches geleistet. Wussten Sie zum Beispiel, dass die Unruh einer mechanischen Uhr im Jahr über 40.000 Kilometer hinter sich lässt. Das entspricht ziemlich genau dem Umfang der Erde. Dabei ist die Unruh nur ein Teil von vielen, die eine Uhr zum Ticken bringt. Wir haben einige Tipps für Sie parat, wie Sie die Wertschätzung gegenüber Ihrer Uhr in etwas verwandeln, dass nicht nur ihre Lebensdauer, sondern auch Ihre Freude an einer Uhr erhöht.

Sprechen wir von einer mechanischen Uhr, sollte diese, bevor sie angelegt wird, vollständig über die Krone aufgezogen werden. Bei Automatikuhren empfehlen sich ungefähr 30 Kronenumdrehungen, handelt es sich um Handaufzug, drehen Sie bis zum Erreichen der Arretierung. Geht es darum, das Datum neu eingestellt werden, geschieht dies bittesehr nie zwischen 22 und 2 Uhr. Für Automatikuhren mit zusätzlichen Kalenderfunktionen lohnt sich der Kauf eines Uhrenbewegers. 

Was das Außenleben betrifft, sollte das Gehäuse mit einer weichen Bürste oder einem geeigneten Tuch geputzt werden. Aber Achtung: Nur wasserdichte Uhren vertragen feuchte Textilien. Auf Reinigungsmittel verzichten Sie besser, die Dichtungsringe Ihrer Uhr werden es Ihnen danken. Sollte das Glas beschlagen, bringen Sie die Uhr zum Uhrmacher Ihres Vertrauens. Apropos: Wie beim Jahresservice eines Autos, ist es auch in Sachen Uhren ratsam, diese spätestens alle fünf Jahre anschauen zu lassen, im besten Fall wird sie alle paar Jahre völlig zerlegt und gewartet werden. Das sollt Ihnen Ihre Uhr wert sein, wenn Sie auf eine dauerhafte Beziehung aus sind. Die komplette Reinigung eines Uhrwerks wird übrigens Revision genannt.

Was wäre eine Uhr ohne Armband? Ist dieses aus Leder gefertigt, hat es von Natur aus eine enden wollende Lebensdauer, die mit der nötigen Sorgfalt verlängert werden kann, bis sie es austauschen müssen. Für Zwischenräume, wie man sie an einem Metallarmband finden eignen sich Wattestäbchen oder eine feine Bürste, kann auch eine Zahnbürste sein. Wäre da noch die Sache mit den lästigen Magnetfeldern, die in Zeiten von Tablet- oder Smartphonehüllen immer tückischer werden. Kommt eine Uhr in der Nähe eines solchen Kraftfeldes zu liegen, ist es möglich, dass sie ungenau gehen wird. In dem Fall hilft nur noch ein Entmagnetisierungsgerät, das Sie beim Uhrmacher finden. Man sieht, es ist nicht viel, was es zu beachten gilt, damit die Zeit, die Sie mit ihrer Uhr verbringen, von guter Dauer ist.