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Boys' Day 2019

Sozialberufe: 3400 junge Männer beim heurigen "Boys' Day"

3400 junge Männer besuchten 350 soziale Einrichtungen am heurigen "Boys' Day".(c) Erich Hussmann/Sozialministerium

350 soziale Einrichtungen öffneten vergangene Woche für den „Boys' Day“ ihre Türen, um jungen Männern einen Einblick in Pflegeberufe zu geben. 3400 Burschen folgten der Einladung.

3.400 Jugendliche folgten der Einladung zum heurigen „Boys' Day“ und besuchten mehr als 350 Einrichtungen in ganz Österreich im Erziehungs-, Pflege- und Sozialbereich. 130 Kindergärten, 45 Volksschulen, 60 Senioren- und Pflegeheime, 30 Krankenhäuser, 35 Ausbildungsstätten sowie 50 Einrichtungen für Jugendliche oder Menschen mit Behinderung nahmen daran teil.

Der heurige „Boys' Day“ stand im Zeichen des Mottos „Junge Männer in Pflegeberufen“, um jungen Männern unterschiedliche Berufsbilder zu zeigen. „Stellt alles in Frage, was ihr von Erwachsenen hört! Hört auf euer Herz und auf das, was ihr wirklich machen wollt. Die Welt braucht mehr Männer, die sich auch in Berufe trauen, die bisher keine klassischen Männerberufe waren“, begrüßte der Watchado-Gründer und EU-Jugendbotschafter Ali Mahlodji die Jugendlichen im Haus Döbling des Kuratoriums Wiener Pensionisten-Wohnhäuser, in dem das Hauptevent stattfand.

Das interaktive Forumtheater der Theatergruppe Mundwerk lud zur Mitgestaltung ein, um spielerisch Rollenklischees zu reflektieren. Im Rahmen des Praxisteils „Boys' Day Aktiv“ konnten die Jugendlichen Simulationen des Alt-Seins ausprobieren, tiergestützte Therapieformen kennen lernen und im Gespräch mit Männern, die sich für den Beruf des Pflegers entschieden haben, Fragen stellen.

Watchado-Gründer und EU-Jugendbotschafter Ali Mahlodji begrüßte die Jugendlichen im Haus Döbling in Wien.(c) Erich Hussmann/Sozialministerium

Zwölftes Jubiläum

Dieses Jahr ging der Tag in die 12. Runde. Die zahlreichen positiven Rückmeldungen von Lehrern, Einrichtungen sowie jungen Männern in den vergangenen Jahren zeigen, dass der „Boys‘ Day“ einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung für die Berufswahl im Gesundheits- und Sozialbereich leistet. Mehr als 32.000 männliche Jugendliche haben seit 2008 an den unterschiedlichen Aktionen teilgenommen.

In zusätzlichen Workshops, die über das ganze Jahr über angeboten werden, sollen sich Teilnehmer mit den Themen Männlichkeit, Gleichberechtigung bzw. „männeruntypische“ Berufe mit Zukunftschancen auseinandersetzen. Bis Jahresende werden heuer rund 1.900 Burschen etwa 120 Workshops besucht haben.

Sozialministerin Brigitte Zarfl besuchte das Event ebenfalls. „Macht einen Beruf, der euch Spaß macht, macht was ihr gut könnt, nicht was euch andere ein- oder ausreden wollen“, sagte Zarfl in ihren Abschiedsworten. Und: „Die Berufswahl ist ein wichtiger Teil eurer Lebensplanung.“