Anlage: OGH verurteilt Erste Bank

Wien (höll). Der Oberste Gerichtshof hat einige Klauseln der von der „Erste Bank“ vertriebenen „Snowball-Anleihen“ als gesetzeswidrig und daher als unwirksam eingestuft. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) kritisierte, dass die Kunden mit diesen Anleihen eine Wette gegen die Bank eingegangen seien, wobei nur die Bank hätte gewinnen können. Bei dem Produkt wurden die Anleger mit einem hohen Einstiegszinssatz gelockt. Dieser war aber nur für ein Jahr fix. Danach wurde der Zinssatz anhand einer komplizierten Formel festgelegt. Laut VKI-Rechtsexperte Peter Kolba gab es eine Variante, bei der die Zinsen, sobald sie einmal bei null lagen, für immer auf null gestellt wurden. Bei der „Erste Bank“ heißt es dazu, man werde das Urteil prüfen. Das Institut sei an einer kundenfreundlichen Lösung interessiert.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.06.2010)

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