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1. Platz: International

Schneller wachsen als der Markt

Vorstand Martin Lehner: „Standort Hörsching ist Vorreiter bei Zero-Emission-Geräten.“(C) Wacker Neuson
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Der Standort Hörsching ist in der Wacker-Neuson-Gruppe weltweit Kompetenzzentrum für die Entwicklung von Baggern.

Die Wacker Neuson Linz GmbH ist eines der erfolgreichsten Tochterunternehmen des Baumaschinenkonzerns Wacker Neuson mit Sitz in München. Linz trägt rund ein Viertel zum Gesamtumsatz bei. Das Werk in Hörsching erzielte 2018 einen Umsatz von rund 476 Millionen Euro, die Exportquote lag bei 96 Prozent. Vom Standort Linz wird in 70 Länder weltweit ausgeliefert. „2018 steigerte die Wacker Neuson Linz GmbH den Umsatz um 18 Prozent“, sagt Martin Lehner, Vorstandsvorsitzender der Wacker-Neuson-Gruppe.

Mit der Strategie 2020 will der Konzern doppelt so schnell wachsen wie der Markt. In einigen Märkten wurde das bereits 2018 erzielt, etwa in Polen, England, Frankreich, Spanien, Benelux, USA, aber auch in Österreich. „Die Bilanz 2018 ist umso beachtlicher, wenn man bedenkt, dass unsere Lieferanten ausgelastet waren und es schwierig war, rechtzeitig Materialien und Teile zu erhalten“, sagt Lehner.

 

Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt

England ist ein wichtiger Markt für das Hörschinger Unternehmen. Trotz des aufgrund der Brexit-Verunsicherung rückläufigen Marktvolumens im Baumaschinenbereich konnte Wacker Neuson Linz den Umsatz in England um 25 Prozent steigern.

Mitunter durch die einzigartigen Produkte. „Ende 2018 haben wir ein neues Modell aus Linz vorgestellt: den Dual View Dumper, ein Gerät für den Materialtransport. Der Fahrerstand kann um 180 Grad gedreht werden und erlaubt freie Sicht in jede Richtung. Das erhöht die Sicherheit auf Baustellen enorm und gewährt uns ein Alleinstellungsmerkmal, wodurch wir überproportional Marktanteile gewinnen“, sagt der Vorstand.

Hörsching ist nicht nur das größte Werk im Konzern, sondern auch das Kompetenzzentrum für die Entwicklung von Baggern und Dumpern weltweit und wird ständig ausgebaut. „Wir beschäftigen am Standort zehn Prozent unserer Mitarbeiter im Bereich F&E.“

Linz übernahm auch beim 2018 in China neu eröffneten Werk die Leitfunktion und war für Konzeption und Aufbau verantwortlich. In Asien wuchs man 2018 um 28 Prozent.

 

Innovation und Fachkräfte

„Fachkräfte sind der Schlüssel zu unserem Erfolg und Wachstum. Wollen wir unser Strategieziel erreichen, funktioniert das nur über Innovation, und das wiederum verlangt nach den besten Mitarbeitern“, erklärt Lehner und verweist auf die eigens von Wacker Neuson jährlich veranstaltete Jobmesse Compact Days. Hier wird Abgängern von Unis, FH und HTL Lust auf einen Job beim Baumaschinenhersteller gemacht. „Wir bieten unseren Mitarbeitern einen hochmodernen Arbeitsplatz. Unsere Produkte entstehen etwa im virtuellen Raum als virtuelle Prototypen, und die Mitarbeiter versetzen sich per Datenbrillen in die Geräte der Zukunft.“ Zusätzlich engagiert sich Wacker Neuson seit heuer auch als Start-up-Inkubator im Innovationszentrum in der Tabakfabrik in Linz.

Innovation wird vor allem über Digitalisierung getrieben. In der Firmenstrategie dominieren drei Schwerpunkte. Smarte Prozesse zur Analyse der Wertschöpfungskette, Smart Factory, in der Themen wie Industrie 4.0 beleuchtet werden, sowie der Bereich Smart Products/Connected Products. „Unsere Maschinen werden immer intelligenter. Schon heute sind fast alle Modelle mit Telematikmodulen ausgestattet, und die Maschinen kommunizieren mit uns“, sagt Lehner.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.11.2019)