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Novomatic-Automat ermöglicht Umgehung von Verbot

Frau mit Glueckspielautomaten
Symbolbild Spielautomatb(c) www.BilderBox.com (Bilderbox.com)
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Novomatic hat ein Patent für einen neuen Spielautomaten eingereicht. Die Grünen meinen nun, dass mit Hilfe dieses Automaten das neue Glücksspielgesetzes umgangen werden kann.

Die Grünen schießen sich weiter auf den niederösterreichischen Glücksspielkonzern Novomatic ein. Das Unternehmen habe im November 2009 ein neues Patent für ein Spielgerät angemeldet, mit dem die Spieler die strengeren Regeln des neuen Glücksspielgesetzes (GSpG) umgehen könnten, behauptet Thomas Huber, Geschäftsführer der Grünen Niederösterreich, im aktuellen "Standard" sowie in einer Aussendung von heute, Donnerstag. Novomatic dementiert dies.

Mit der GSpG-Novelle soll die Automatiktaste an Spielgeräten verboten werden. Außerdem darf nicht mehr an mehreren Automaten gleichzeitig gespielt werden. Damit soll der Spielerschutz erhöht und die Verluste eingedämmt werden.

Das "elektronische Spiel- und Unterhaltungsgerät mit einer Lichteffektvorrichtung" von Novomatic liege seit dem Vorjahr zur Überprüfung beim Patentamt. "Dieses Gerät soll es den SpielerInnen weiterhin ermöglichen, an mehreren Automaten gleichzeitig zu spielen", so Huber. Das Gerät kann laut den Grünen auf Automaten gesetzt werden. Es sendet Lichtimpulse aus, hat die Spielmaschine einen lichtempfindlichen Sensor, können damit die Spiele gestartet werden. Da ein Spieler beliebig viele dieser Geräte verwenden kann, könne er weitere an mehreren zugleich spielen, so die Grünen zur Zeitung.

Novomatic-Sprecher Hannes Reichmann erklärte im "Standard" zu den Vorwürfen, er könne jedermann beruhigen, die - noch nicht offiziell veröffentlichte - Patentanmeldung beinhalte "rein passive Lichteffekte, die keinerlei Einfluss auf den Spielverlauf haben".

Rückendeckung bekam Novomatic heute vom BZÖ. Der orange stellvertretende Klubobmann Peter Westenthaler forderte Grünen-Chefin Eva Glawischnig in einer Aussendung auf, für ein "sofortiges Ende der Diffamierungskampagne ihrer Partei gegen ein österreichisches Erfolgsunternehmen" einzutreten. Der Grüne Abgeordnete Peter Pilz habe Novomatic sowohl im Finanz- als auch im Innenausschuss "völlig außer Rand und Band" mit einer kriminellen Organisation verglichen und mit "völlig unhaltbaren und nicht belegbaren Anschuldigungen" hantiert.

 

(APA)