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Konzernumbau

Continental baut mehr als 5000 Jobs ab

Hannover, 20.11.2019. Gewerkschaftler der IG-Metall demonstrieren vor dem Gebaeude der Continental AG. Die IG-Metall hatt
Proteste vor der Konzernzentrale von Continentalimago images/localpic

Der Dax-Konzern zieht sich aus dem Geschäft mit Hydraulik-Technik für Verbrennungsmotoren zurück. Auch werden weitere Werke geschlossen.

Der deutsche Autozulieferer Continental treibt den von massiven Stellenstreichungen begleiteten Konzernumbau voran. Der Aufsichtsrat habe den unlängst für mehrere Standorte angekündigten Anpassungen zugestimmt, teilte der Dax-Konzern am Mittwoch im Anschluss an eine außerordentliche Sitzung des Kontrollgremiums in Hannover mit.

Demnach werden die Werke in Roding in der Oberpfalz und Newport News in den USA geschlossen. Im hessischen Babenhausen und in Limbach-Oberfrohna in Sachsen fallen ebenso Stellen weg wie im italienischen Pisa. In diesen Werken werden Teile wie Hochdruckpumpen oder Einspritzdüsen hergestellt. Insgesamt werden in einer ersten Welle gut 5000 Stellen abgebaut.

Proteste der Gewerkschaft

Continental zieht sich nach dem heutigen Entscheid definitiv aus dem Geschäft mit Hydraulik-Technik für Verbrennungsmotoren zurück. Entsprechende Pläne des Vorstands bestätigte der Aufsichtsrat. Die Fertigung hydraulischer Komponenten für Benzin- und Dieselantriebe solle "in den kommenden Jahren" auslaufen, erklärte das Unternehmen. "Hintergrund ist der durch verschärfte Abgasgesetze beschleunigte, disruptive Umstieg der Autoindustrie auf Elektromobilität", hieß es. Die Hydraulik-Nachfrage sei eingebrochen.

Vor der Konzernzentrale in Hannover protestierten nach Angaben der IG Metall mehrere hundert Beschäftigte der von Personalabbau bedrohten Standorte.

Conti hatte Ende September einen Umbau angekündigt, von dem binnen zehn Jahren insgesamt bis zu 20.000 Stellen betroffen sein werden, fast ein Zehntel der Belegschaft. Etwa 7.000 Arbeitsplätze von mehr als 62.000 Stellen in Deutschland stehen auf der Kippe. Auch betriebsbedingte Kündigungen schließt Conti nicht aus. Mit dem Programm stemmt sich der Konzern gegen die Autokrise und richtet sich zugleich stärker auf die Digitalisierung und die Elektromobilität aus.

(APA/Reuters)

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