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Hitzeschutz

Stadt Wien fördert Außenrollos bis 2025

Hitze in der Stadt? Rollos halten Innenräume kühler.
Hitze in der Stadt? Rollos halten Innenräume kühler(c) Getty Images/iStockphoto (U. J. Alexander)

Sonnenschutzmaßnahmen an Fenstern und Balkontüren - Rollläden, Jalousien, Markisen, Läden - werden mit bis zu 50 Prozent gefördert.

Der nächste Sommer kommt bestimmt - und mit ihm die nächsten Hitzetage. Die Stadt Wien beginnt deshalb schon jetzt mit einer „Verschattungsoffensive“. Außenliegender Sonnenschutz wie Rollläden, Jalousien und Markisen kann bei Sommerhitze spürbare Verbesserung bringen und das sommerliche Aufheizen von Wohnräumen deutlich reduzieren, ist in Wien aber nach wie vor selten.

„Die in den vergangenen Jahren gestiegene Zahl der Hitzetage verlangt nach klimaschonenden Maßnahmen, die den Wienerinnen und Wienern konkrete Unterstützung bieten“, erklärt Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ): „Wir haben bewusst genug Vorbereitungszeit einkalkuliert, damit diese Förderung bereits im kommenden Sommer greifen kann.“ 

Hauseigentümer muss zustimmen

Unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt die Stadt bis zu 50 Prozent der Kosten, allerdings maximal 1500 Euro pro Wohneinheit. Die Kriterien: Zum Erhalt einer Förderung muss das nachzurüstende Gebäude mehr als 20 Jahre alt sein, die Rechnung und ein Qualitätsnachweis müssen in der MA 50, der Wohnbauförderung, vorgelegt werden.

Für Mieter gilt, dass auch der Hauseigentümer der Anbringung zustimmen muss. Die Förderung steht auch Gemeindebaubewohnern zu, in Schutzzonen ist eine Bewilligung seitens der MA 19 (Architektur und Stadtgestaltung) einzuholen.

Die Aktion startet mit dem vorgesehenen Gemeinderatsbeschluss im Dezember und läuft bis Ende 2025. Im Büro von Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal (SPÖ) rechnet man mit einem Fördervolumen von sechs Millionen Euro oder mindestens 4000 Anträgen. Sollte die Nachfrage trotzdem deutlich höher sein, werde man weiteres Geld zur Verfügung stellen, wurde versichert.