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Immofinanz AG: Rekord-Vermietungsgrad

Immofinanz-Vorstandsvorsitzender Oliver Schumy sieht großes Potenzial auf dem CEE-Markt.(C) Immofinanz
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Das Geschäftsjahr 2018 hat die Immofinanz AG zum gestärkten Player auf dem europäischen Gewerbeimmo-Markt gemacht.

Die Immofinanz AG ist ein europäischer Gewerbeimmobilienkonzern und fokussiert ihre Aktivitäten auf die Segmente Einzelhandel und Büro in derzeit sieben Kernmärkten in Europa: Neben Österreich sind das Deutschland, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien und Polen.

2018 wurden u. a. zwei Landprojekt-Entwicklungen in Deutschland fertiggestellt und an die Mieter übergeben: das globale Headquarter für Trivago, der Trivago-Campus, sowie das Office-Gebäude Float, in das der börsenotierte Energiekonzern Uniper eingezogen ist. Die im Düsseldorfer Medienhafen gelegenen Büroimmobilien weisen eine Fläche von jeweils rund 30.000 m? auf.

Insgesamt hat die Immofinanz im Jahr 2018 ihre Ertragskraft deutlich gestärkt: Das operative Ergebnis ist um 42,3 Prozent auf 153,1 Millionen Euro gestiegen, der nachhaltige Funds of Operations (FFO) aus dem Bestandsgeschäft hat sich auf 85 Millionen mehr als verdoppelt und das Konzernergebnis drehte mit 217,5 Millionen Euro signifikant ins Plus. „Das Geschäftsjahr 2018 war ein starkes und wichtiges Jahr“, bilanziert Immofinanz-Vorstandsvorsitzender Oliver Schumy. „Es hat gezeigt, dass die Immofinanz die doch erheblichen Herausforderungen der Vergangenheit in einen großen wirtschaftlichen Erfolg umwandeln konnte.“

 

Progressive Markenpolitik

Fundament für den Erfolg bilden zwei wesentliche Säulen: „Ein grundsolides finanzielles Profil, das uns erlaubt, aus eigener Kraft zu wachsen, sowie eine progressive Markenpolitik. Wir vermarkten unsere Immobilien über erfolgreiche Marken. Das gefällt unseren Mietern, deren Mitarbeitern und Kunden.“ 2018 wurden diese drei Marken – Myhive für den Bürobereich sowie Stop Shop und Vivo! für Einzelhandelsimmobilien – zügig fortgesetzt. Per Jahresende entfielen bereits rund drei Viertel der Mieterlöse des Unternehmens auf Immobilien dieser drei Marken. „Anstatt viele Einzelkonzepte zu erarbeiten, rollen wir ein einheitliches Konzept mit hohem Wiedererkennungswert aus. Das ermöglicht uns, gleichzeitig rasch zu expandieren und Kosten einzusparen. Mit dieser Strategie sind wir erfolgreich: Der Vermietungsgrad liegt bei über 95 Prozent. Damit sind wir auch im internationalen Umfeld bestens positioniert.“

 

International beachtlich

„Wir haben unsere Position als führender Retail-Park-Betreiber in Europa weiter ausgebaut und halten mittlerweile bereits bei 90 Standorten“, sagt Schumy. Rund die Hälfte des Immobilienportfolios – gemessen am Buchwert – ist in Österreich, Deutschland und Polen angesiedelt. „Das sind unsere sogenannten westlichen Märkte. Die andere Hälfte ist in unseren östlichen Nachbarländern, wie etwa Tschechien, Ungarn, Slowakei und Rumänien“, sagt Schumy.

Seit Jänner 2019 ist die Immofinanz mit einem Investment-Grade-Rating ausgestattet. „Das unterstreicht die gute Bonität des Konzerns und sichert uns auf dem internationalen Eurobond-Kapitalmarkt schnellen und flexiblen Zugang zu Liquidität.“

Der Erfolgskurs geht weiter. „2019 haben wir bislang mehr als eine halbe Milliarde Euro in sehr attraktive Immobilienankäufe investiert und damit unser Portfolio und unsere nachhaltige Ertragskraft gestärkt.“ Zum Beispiel erwarb die Immofinanz mit dem Warsaw Spire einen topmodernen und vollvermieteten Büroturm in Warschau – mit 220 Metern das höchste Bürohochhaus in ganz CEE. „Wir sehen unverändert Potenzial in den CEE-Hauptstädten unserer Kernländer.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.11.2019)