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Steiermark: ÖVP-Wähler wollen Koalition mit den Grünen

Wahlsieger Hermann Schützenhöfer
Wahlsieger Hermann SchützenhöferAPA/GEORG HOCHMUTH
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Eine Umfrage bringt eine knappe Mehrheit für Türkis-Grün. Bei den Wahlmotiven gaben sowohl ÖVP- als auch SPÖ-Wähler an erster Stelle an, dass sie Stammwähler dieser Parteien sind.

Wien. Die Wähler von SPÖ, FPÖ und Grünen in der Steiermark wollen jeweils eine Koalition ihrer Partei mit der ÖVP. Dieses Ergebnis einer Wählerbefragung durch den Meinungsforscher Peter Hajek überrascht wenig. Aber: Was wollen eigentlich die ÖVP-Wähler? Da gibt es ein durchaus überraschendes Resultat: Die größte Gruppe, nämlich 33 Prozent, präferieren eine Zusammenarbeit mit den Grünen und Neos. Eine alleinige türkis-grüne Koalition, wie sie derzeit im Bund verhandelt wird, wurde nicht abgefragt. 29 Prozent der ÖVP-Wähler wollen, dass die Zusammenarbeit mit der SPÖ fortgesetzt wird, nur 15 Prozent können sich für ein türkis-blaues Experiment erwärmen.

Bei den Wahlmotiven gaben sowohl ÖVP- als auch SPÖ-Wähler an erster Stelle an, dass sie Stammwähler dieser Parteien sind. Bei der FPÖ war wenig überraschend die Asylpolitik das Hauptmotiv, bei den Grünen der Klimaschutz. Die KPÖ wird gewählt, weil sie sympathisch wirkt, die Neos wegen ihres Parteiprogramms.

Überraschend ist die Frage nach dem Spitzenkandidaten: Da schnitt nämlich nicht Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, sondern FPÖ-Chef Mario Kunasek am besten ab: 51 Prozent der FPÖ-Wähler hielten seine Person für „sehr wichtig“ für ihre Wahlentscheidung, bei Schützenhöfer waren es 40 Prozent der ÖVP-Wähler. SPÖ-Chef Michael Schickhofer kam auf 31 Prozent, KPÖ-Spitzenkandidatin Claudia Klimt-Weithaler auf 26 Prozent. Nur elf Prozent der Grün-Wähler gaben ihre Stimme wegen Spitzenkandidatin Sandra Krautwaschl ab.

Wenig Einfluss auf die Wahlentscheidung hatte übrigens die Liederbuchaffäre: Nur für vier Prozent der Wähler war sie sehr wichtig, für 76 Prozent dagegen unwichtig. Und auch die Koalitionsverhandlung im Bund hatte keinen Einfluss. (maf)