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Viel Kampf, wenig Glanz: Remis zwischen Rapid und Sturm

Rapid gegen Sturm
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Christopher Dibon brachte die Hütteldorfer in einer kampfbetonten Partie in Führung, Philipp Huspek traf zum 1:1-Endstand.

Das Minimalziel hat Rapid erreicht. Mit dem 1:1 im Schlager gegen Sturm blieben die Hütteldorfer in der Tabelle vor den Grazern auf Rang vier, der Rückstand auf den drittplatzierten WAC wuchs allerdings auf fünf Punkte an. Christopher Dibon sorgte in einer intensiven, aber nicht hochklassigen Partie nach einem Eckball für die grün-weiße Führung (28.), Philipp Huspek glich aus (54.).

„Über 90 Minuten ist das 1:1 gerecht. Es war eine solide Leistung von uns, mehr aber leider nicht“, erklärte Rapid-Kapitän Stefan Schwab, dessen Team in der laufenden Saison weiter bei nur zwei Heimsiegen hält. „Natürlich wollen und müssen wir zuhause mehr gewinnen.“

Kein Leckerbissen

Zweikämpfe, Fouls und Fehlpässe auf beiden Seiten ließen 90 Minuten lang kaum einen ansehnlichen Spielfluss aufkommen. Rapid wollte zwar, verlor aber viel zu oft den Ball (nur 33 Prozent in der ersten Halbzeit, am Ende 44) und brachte ihn zu selten zum Mitspieler (Passquote unter 70 Prozent). Angesichts dieses Stückwerks fiel der erste Treffer nicht überraschend aus einem Standard: Schwab verlängerte einen Eckball zum völlig frei stehenden Dibon, der mit wenig Mühe auf 1:0 stellte (28.).

Zumindest Sturm-Torjäger Despodov war bei der Rapid-Abwehr lange Zeit gut aufgehoben – bis zur 54. Minute: Da setzte sich der Bulgare auf der rechten Seite durch und Huspek verwertete die Hereingabe, der eingewechselte Auer machte dabei keine gute Figur (54.). Danach ließen beide Mannschaften den unbedingten Willen zum Sieg vermissen, Torraumszenen blieben deshalb Mangelware. Einmal stellte ein Gewaltschuss von Schwab aus 30 m Sturm-Goalie Siebenhandl vor Probleme (60.), auf der Gegenseite rettete Strebinger nach einem Patzer von Arase in höchster Not gegen Balaj (79.).

Grün-weiße Verletzungssorgen

Damit blieb es beim Remis, das für Rapid einen bitteren Beigeschmack hatte: Mit Filip Stojkovic, Mateo Barac und Stephan Auer schieden gleich drei Spieler verletzungsbedingt vorzeitig aus. Die Premiere von Yusuf Demir, der erstmals auf der Bank saß, muss somit weiter warten. Dem 16-Jährigen eilt der Ruf eines Jahrhundert-Talents voraus.

(swi)