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Rückschlag

Baukonzern Porr stürzt nach Gewinnwarnung an der Börse ab

Porr-Chef Karl-Heinz Strauss
Porr-Chef Karl-Heinz Strauss

Der Baukonzern Porr räumt Probleme bei Projekten in Polen und Norwegen ein. Der Vorsteuergewinn wird heuer deutlich einbrechen, die Dividende auf rund 40 Cent gekürzt.

Porr-Chef Karl-Heinz-Strauss hat schlechte Nachrichten für seine Anleger: Österreichs zweitgrößter Baukonzern wird die Dividende für 2019 von zuletzt 1,10 Euro je Aktie auf rund 40 Cent kürzen, weil der Vorsteuergewinn nach einer aktuellen Markteinschätzung von zuletzt 88 Millionen Euro auf rund 35 Millionen Euro einbrechen wird. Auslöser für diesen unerwarteten Ergebnisrückgang im Gesamtjahr sind Probleme in Polen und Norwegen.  Nach vorläufigen Zahlen fällt der Vorsteuergewinn in den ersten drei Quartalen von 31,2 Millionen auf 14,4 Millionen Euro.

An der Börse wurde Porr die Rechnung für diese Gewinnwarnung bereits präsentiert: Die Aktie des Baukonzerns stürzt um mehr als 15 Prozent auf unter 19 Euro ab.

Während es in Polen entgegen den Erwarungen des Porr-Vorstandes noch keine Entlastung beim akutell hohen Kostenniveau für Baumaterialien und Subunternehmerleistungen gibt, führte in Norwegen die Neubewertung eines Projektes zu einer einmaligen Wertberichtigung. Beide Faktoren, so wurde am Montag mitgeteilt, führten im Wesentlichen zu einer negativen Ergebnisabweichung. Frühzeitig eingleitete Maßnahmen hätten dieser Entwicklung nicht ausreichend entgegenwirken können bzw. verzögern sich in der Umsetzung.

Die Porr befinde sich in einem Konsolidierungsjahr und weise einen werthaltigen Auftragsbestand auf, heißt es. Auf dieser Basis geht der Vorstand davon aus, dass die Produktionsleistung weiterhin moderat gesteigert werden kann. Der Vorstand erwartet in den folgenden Jahren eine kontinuierliche Verbesserung der EBT-Marge.

In den ersten neun Monaten des Jahres stieg die Produktionsleistung um 0,8 Prozent auf 4,08 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand im dritten Quartal blieb – ungeachtet des anspruchsvollen Marktumfelds - mit knapp 7,4 Milliarden Euro oder einem Zuwachs von 7,6 Prozent auf einem sehr hohen Niveau. Der Auftragseingang sank um 4,1 Prozent auf rund 4,3 Milliarden Euro wie geplant durch selektive Auftragsannahme.

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