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Zwischenbilanz

s Immo verdoppelt den Nettogewinn

Die börsennotierte s Immo hat in den ersten neun Monaten 159 Millionen Euro verdient.

Die börsennotierte s Immo hat heuer bis September das Betriebsergebnis und den Nettogewinn im Jahresabstand verdoppelt, obwohl das Ergebnis aus der Immobilienbewertung im dritten Quartal kaum höher ausgefallen ist als im ersten Halbjahr. Die Kennzahl zur Cash-Generierung (FFO I) legte um elf Prozent auf 53 Millionen Euro zu, teilte die s Immo am Dienstag mit.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA), das noch kein Ergebnis der Immo-Bewertung enthält, erhöhte sich in den neun Monaten im Jahresvergleich auf 67,8 (62,8) Millionen Euro. Nach 137,3 (45,8) Millionen Ergebnis aus der Immo-Bewertung betrug das Betriebsergebnis (EBIT) 198,8 (102,9) Millionen Euro, fast doppelt so viel wie ein Jahr davor. Vor Steuern (EBT) blieben 183,2 (95,4) Millionen Euro, nach Ertragsteuern 158,9 (79,7) Millionen Euro. Je Aktie verdoppelte sich das Ergebnis in den drei Quartalen somit auf 2,4  Euro. Der Nettovermögenswert je Aktie (EPRA-NAV) wurde per 30.9. mit 25,09 (19,20) Euro ermittelt. Die Papiere schlossen zuletzt bei 22,20 Euro.

Die Zuwächse bei FFO I und EPRA-NAV würden ein deutliches Wertsteigerungspotenzial signalisieren, sagte CEO Ernst Vejdovszky dazu. Seit Jahresbeginn habe die Aktie bis Ende September um 45 Prozent zugelegt, damit sei man weiterhin der stärkste Titel im heimischen Börse-Leitindex ATX gewesen. Die s Immo werde ihre Akquisitionsstrategie fortsetzen. Man arbeite intensiv am Portfolio und sichere sich damit die Basis für künftige Wertentwicklung, so Vorstandsdirektor Friedrich Wachernig. Kurzfristig bedeute das vor allem den Ankauf von Bestandsimmobilien, die unmittelbar Erträge generieren würden.

Mittelfristig setze man auf Projektentwicklungen in allen s-Immo-Märkten, im Umland von Berlin etwa verfüge man bereits über 1,25 Millionen Quadratmeter Grund, wird erinnert. "Wir sehen großes Potenzial in dieser Region. Diese Lagen sollten massiv von den Preissteigerungen in Berlin, vom laufenden Zuzug in die Großstadt sowie von dem zunehmenden Bedürfnis der Menschen nach Rückzugs- und Erholungsmöglichkeiten profitieren", heißt es.

Von Jänner bis September wuchsen die Gesamterlöse um 10,7 Prozent auf 154,5 (139,6) Millionen Euro. Dabei legten unter anderem die Mieterlöse auf 88,2 (76,5) Millionen Euro zu, die Hotelbewirtschaftungs-Erlöse auf 42,0 (38,3) Millionen Euro.

Das Immo-Portfolio der s Immo bestand zum 30.9. aus 319 (Ende 2018: 284) Objekten mit einem Buchwert von 2,264 (2,121) Milliarden Euro. Die Gesamtnutzfläche lag weiterhin bei rund 1,2 Millionen Quadratmeter der Vermietungsgrad bei 95,4 (95,8) Prozent. Die Gesamt-Mietrendite betrug 5,5 (5,7) Prozent, geht aus dem Quartalsbericht hervor.

Größter Einzeleigentümer der s Immo ist die Immofinanz mit rund 29,1 Prozent. Vor einem Monat wurde bekannt, dass der österreichische Investor Ronny Pecik und der Schweizer Investor Norbert Ketterer 10,13 Prozent der s Immo erwerben, wobei das Closing bis Ende November im Aussicht gestellt wurde; Verkäufer waren Spezialfonds, die von der Erste Asset Management verwaltet wurden, gehalten werden diese Fondsanteile von VIG-Konzerngesellschaften.

(APA)