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Debatte

Störversuche gegen Uni-Debatte mit Alice Schwarzer sind gescheitert

Alice Schwarzer
Alice Schwarzer(c) imago/IPON (Stefan Boness/Ipon)
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Wird die Meinungsfreiheit auf Österreichs Universitäten geringer? Zumindest der - von der Hochschülerschaft unterstützte – Versuch, eine Veranstaltung mit der Feministin Alice Schwarzer zu verhindern, ist gescheitert.

Wie breit – oder wie eng – ist das Spektrum der Ansichten, die in Hörsälen geäußert werden dürfen? Droht eine Einschränkung der Meinungsfreiheit, wie die deutsche Bildungsministerin befürchtete? Spätestens seit im Oktober an der Uni Hamburg Vorlesungen des Makroökonomie-Professors und AfD-Gründers Bernd Lucke verhindert wurden, wird in Deutschland darüber debattiert. In Österreich wähnte man die Universitäten vor solchen Aufregungen sicher – bis am 19. November linke Aktivisten eine Vorlesung des FP-nahen Historikers Lothar Höbelt an der Uni Wien mit Rufen wie „Nazis raus“ störten und die Hochschülerschaft sich hinter diese Aktion stellte.


Nun also auch Alice Schwarzer, gewiss nicht als politisch rechts einzustufen. Sie verbreite „unter dem Deckmantel des Feminismus ihren antimuslimischen Rassismus“, erklärte die HochschülerInnenschaft an der Universität für Angewandte Kunst (Hufak). Eingeladen worden war Schwarzer von Matthias Spaetgens, Leiter der „Klasse für Ideen“. Thema war nicht die Debatte um das Kopftuch – das Alice Schwarzer als „Flagge des politischen Islam“sieht, was von manchen offenbar als „antimuslimischer Rassismus“ interpretiert wird –, sondern die Frage, wie die man mit Mitteln der Werbung einen Beitrag zur Gesellschaftsveränderung leisten kann. Als Beispiel dafür sieht Spaetgens eine kreative Aktion der Werbeagentur Scholz & Friends (bei der er selbst Chief Creative Officer ist) gegen den hohen Mehrwertsteuersatz (19 Prozent) auf Tampons in Deutschland: In ein witzig illustriertes „Tampon Book“ wurden Tampons verpackt und somit als Buch mit einem geringeren Steuersatz verkauft.