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Leitartikel

Von der Leyen statt Juncker: Kontrolliert statt ausgefuchst

Die Politik hat sich verändert, und mit ihr ändert sich auch das Personal in Brüssel. Der klassische Hinterzimmer-Akteur hat ausgedient.

Letztlich war sogar Donald Trump beeindruckt – ein Novum für den selbstgerechten US-Präsidenten: Im Juli war EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in einer schwierigen Situation nach Washington gereist. Es drohte ein Handelskrieg zwischen der EU und den USA. Eben erst hatten ihn böse Kommentatoren in Europa als alkoholisierten Clown dargestellt, der kaum noch gerade gehen könne. Aber der Luxemburger Christdemokrat spielte noch einmal all seine Stärken aus, hörte sich geduldig Trumps Begründung für die Einführung von Strafzöllen und die Drohung an, diese nun auf Autos auszuweiten. Dann zerlegte er Stück für Stück die aufgebaute Spannung, bis es ihm gelang, den Konflikt einzudämmen. Er sei „gerissen“, sagte Trump danach, ein „Kerl, der für mich Verhandlungen führen sollte“.