Wiener Börse am Abend: US-Daten bestimmen ATX-Richtung

Die Wiener Börse beschließt ihre Woche bei schwachem Volumen mit höheren Notierungen. Einen kurzen Einbruch verzeichnete der ATX mit der Veröffentlichung der US-Daten zu den Einzelhandelsdaten im Mai.

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Freitag bei schwachem Volumen mit höheren Notierungen beendet. Der ATX stieg 24,4 Punkte oder 1,04 Prozent auf 2.363,11 Einheiten.

In einem großteils freundlichen europäischen Börsenumfeld ist auch der Wiener Aktienmarkt mit festeren Notierungen ins Wochenende gegangen. Mangels marktrelevanter Unternehmensnachrichten rückten Konjunkturdaten aus den USA in den Fokus und bestimmten die Richtung an den Aktienbörsen, nachdem freundliche Vorgaben aus New York und Tokio für deutliche Auftaktgewinne gesorgt hatten.

Einen kurzen Einbruch verzeichnete der heimische Leitindex ATX mit der Veröffentlichung der US-Daten zu den Einzelhandelsdaten im Mai. Diese sind überraschend um 1,2 Prozent eingebrochen, nachdem Experten ein Plus von 0,2 Prozent erwartet hatten. Ein kräftiger Anstieg des Verbraucherklimas kompensierte die Enttäuschung der Anleger allerdings bald und ließ den ATX auf sein Tageshoch klettern.

Unter den Einzeltiteln rückten bwin mit plus 4,87 Prozent auf 39,16 Euro an die Spitze der Kurstafel. Der Internetwettanbieter hat kürzlich die Sportwetten- und Poker-Lizenz für Frankreich erhalten. Die Experten der UniCredit rechnen für 2010 wegen Start-Up-Kosten mit einem negativen Ergebnis für bwin in Frankreich. Allerdings dürfte sich das Wachstum ab 2011 schnell entwickeln, die UniCredit gibt eine Kaufempfehlung für die bwin-Aktie aus.

Die schwergewichtigen Titel schlossen großteils in der Gewinnzone. So konnten voestalpine ein klares Plus von 2,19 Prozent auf 23,75 Euro verbuchen. Titel des Öl- und Gaskonzerns OMV verabschiedeten sich mit einem Aufschlag von 1,34 Prozent bei 26,41 Euro aus dem Handel. Einzig Telekom Austria ließen 0,33 Prozent auf 9,15 Euro nach.

Die heimischen Bankenwerte schlossen mit positiven Vorzeichen. Nach einem Analystenkommentar durch die Schweizer UBS stiegen Erste Group 0,47 Prozent auf 27,73 Euro. Die UBS hat das Papier von "neutral" auf "buy" hochgestuft. Indessen schlossen Raiffeisen International um 0,74 Prozent höher bei 32,74 Euro.

Die Wertpapierspezialisten von Hauck & Aufhäuser haben indessen die Aktien des heimischen Ölfeldausrüsters Schoeller-Bleckmann (SBO) von "hold" auf "buy" hochgestuft. SBO-Papiere erhöhten sich um 0,96 Prozent auf 37,96 Euro. Von einem 20 Mio. Euro schweren Auftragsgewinn einer Tochtergesellschaft konnten A-Tec nicht profitieren und verloren 0,35 Prozent auf 8,50 Euro.

Die am Donnerstag stark gestiegenen UNIQA-Papiere korrigierten zum Wochenschluss deutlich nach unten. Sie rutschten um 5,72 Prozent auf 14,33 Euro ab. Auch Vienna Insurance Group standen auf der Verliererseite, jedoch gaben diese nur moderate 0,56 Prozent auf 33,60 Euro nach.

(APA)

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