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Galerie Schloss Wiespach: „Lucie Mičíková. Die Poesie des Materials"

(c) Lucie Mičíková

Lucie Mičíková setzt in ihren Werken Malerei und grafische Elemente in einen Dialog.

Lucie Mičíková setzt in ihren Werken Malerei und grafische Elemente in einen Dialog. Immer wieder bringt sie dabei den Raum ins Spiel, sei es als formale Komponente in Form von Installationen aus unterschiedlichen Materialien, sei es als inhaltliche Referenz. Ihr neuer Werkkomplex, den die junge tschechische Künstlerin nun erstmals in der Galerie Schloss Wiespach präsentiert, entstand während eines Artist-in-Residence-Aufenthalts in Italien. Inspiriert von der Form und Gestalt des Olivenbaums, interpretiert sie ihn ebenso als Symbol für Fruchtbarkeit und Frieden wie auch als Wirtschaftsfaktor. In ihrer typisch ornamentalen Zeichensprache nimmt sie ihn zum Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit der Natur. Ihrer Schönheit und Fragilität setzt Mičíková die Ausbeutung der Olive im mediterranen Raum in Zusammenhang mit der Ölproduktion gegenüber.

Faszination und Widerspruch finden ihren Ausdruck im Kontrast von dunkler Farbigkeit und lichten Ornamenten, Linearität und Flächigkeit. Geschichtete Collagen, Zeichnungen und im Raum ausgespannte Leinwände fügen sich zusammen mit Elementen aus Pappe und ähnlichen armen Materialien zur vielschichtigen Installation, die ihrerseits mit der historischen Architektur des Ausstellungsraums in Dialog tritt.

Galerie Schloss Wiespach: „Lucie Mičíková. Die Poesie des Materials" (Wiespachstraße 7, 5400 Hallein, 30. 11.–8. 2. 2020., www.schloss-wiespach.at)

("Die Presse - Schaufenster", Print-Ausgabe, 29.11.2019)