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Schnäppchenreflex

Black Friday: Schwarzer Tag für die Nachhaltigkeit

(c) imago images/Pro Shots (via www.imago-images.de)

Fast Fashion, Wegwerfmode und Überproduktion. Der ständige Kaufanreiz ist vor allem eines: schlecht für die Umwelt.

Die Rabattaktionen um und am Black Friday sind die ersten Konsumhöhepunkte der Vorweihnachtszeit. Jeden Tag der sogenannten Cyber Week vor dem Black Friday wird mit neuen Aktionen geworben und die Kunden zum Kauf animiert. Der Black Friday, der von den USA nach Europa kam und sich nun fest etabliert hat, ist strategisch gut gelegen. Das Geld sitzt noch locker, Geschenke müssen gekauft werden und das Motto "So billig wird es so schnell nicht wieder" lassen die Kassen klingeln. Der Schnäppchenreflex setzt ein.

Trotz aller Bemühungen um Nachhaltigkeit verkaufen auch viele Öko-Labels ihre Ware dauerreduziert mit laufenden Rabattaktionen.  Durch den ständigen Kaufanreiz entsteht eine Überproduktion und verschwendete Ressourcen. Wirklich klimaschonenend ist nur der Verzicht.

Kritik an Fast Fashion

Doch es gibt auch Gegenwind für die Aktion. Greenpeace nimmt den Tag zum Anlass, um mit einer Plakatkampagne Wegwerfmode zu kritisieren. Die Modeindustrie gilt als einer der größten Klimasünder, mit Rabatten und Sale-Aktionen wird der Konsum zwar angekurbelt, für Kleidungsstücke, die dann ungetragen im Schrank hängen, werden aber enorme Ressourcen eingesetzt.

Greenpeace: Ein schwarzer Tag für die Umwelt.
Greenpeace: Ein schwarzer Tag für die Umwelt.Greenpeace

Das Taschenlabel Freitag hat ebenfalls eine ungewöhnliche Aktion auf Lager. Der Onlineshop des Schweizer Unternehmens bleibt von Freitag auf Samstag (29. November 6 Uhr bis 30. November 8 Uhr) geschlossen. Damit will man ein nachhaltiges Zeichen für bewussten Konsum setzen.

Das Lingerie-Label Aikyou will mit dem #noblackfriday gegensteuern.
Das Lingerie-Label Aikyou will mit dem #noblackfriday gegensteuern.Aikyou

Die Gegenaktion #noblackfriday setzt auch das deutsche Unterwäschelabel Aikyou, das sich für weniger und dafür qualitativ höheren Konsum einsetzt, um das völlig verzerrte Preisniveau im Modesektor einzudämmen und Ressourcen zu schonen.

(chrile)