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Kolumne

Ich habe es ja immer gesagt

Sprechblase Nr. 319. Warum uns „Bleiben wir in Kontakt“ Zeit gewinnt.

Zugegeben: Jetzt noch Termine (zur Kontaktpflege) vor Weihnachten zu vereinbaren, scheint angesichts der Fülle an Arbeit (das Jahresende kommt wie jedes Jahr überraschend) fast unmöglich. Dazu kommen diverse Einladungen zu Punschen und Weihnachtsfeiern (Hinweis: Die besten Weihnachtsfeiern finden oft im Jänner statt). Allerdings könnte, wer in (Geschäfts-)Beziehungen investieren möchte, jetzt einen Termin im Februar ausmachen.

Vor Weihnachten will man aber nicht unhöflich sein und sagt – Achtung, Sprechblase –: „Bleiben wir in Kontakt.“ Was so viel heißt wie: Erst einmal Zeit gewinnen, verbindlich unverbindlich bleiben, weil vorerst ohnehin alles gesagt ist, was zu sagen ist.

Sollte in ferner Zukunft ein Treffen dennoch unvermeidlich werden, darf man festhalten: „Ich habe es ja immer gesagt: Wir bleiben in Kontakt.“

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

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