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Der Siegeszug der sozialen Medien verhalf im Jahr 2018 der bis dahin weitgehend unbekannten Schwedin Greta Thunberg zur Berühmtheit.
Die Zehnerjahre

Das Mädchen, das die Märkte bewegt

In der ersten Hälfte der Dekade veränderten vor allem die Nerds aus dem Silicon Valley die Wirtschaft. Den langfristig weitreichendsten Einfluss könnte aber eine 16-jährige Schwedin haben.

Der Klimawandel habe eine „missionskritische“ Priorität. Diese Aussage stammt nicht von einem Vertreter einer Umwelt-NGO oder einem Grün-Politiker. Nein, diese Aussage stammt von der neuen Chefin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde. Sie will den Kampf gegen den Klimawandel in die neue Strategie der EZB einfließen lassen, erklärte sie jüngst in einem veröffentlichten Brief.

Ähnlich auch Zitate anderer Vertreter der Finanzbranche. So meinte etwa Philipp Hildebrand, Vizepräsident von Blackrock – mit fast sieben Milliarden Dollar under Management der größte Vermögensverwalter der Welt –, unlängst im Interview mit der „Presse“: „Ich glaube, dass die Klimapolitik viel stärker in unser Wirtschaftssystem integriert werden muss.“ Und der ehemalige Chef von Europas größter Bank HSBC, Stephen Green, erzählte: „Unter Fondsmanagern in London sind der Klimawandel und grüne Investments zum bestimmenden Thema geworden.“

Aber es bleibt nicht nur bei Aussagen in diese Richtung.