Als wir hinten zwischen den Sitzen standen: Ur-Golf von 1974.
Volkswagen

Wird es den Golf in zehn Jahren noch geben?

Zum achten Mal geht eine neue Golf-Generation an den Start. Doch nach 45 Jahren scheint sich Volkswagen ganz der E-Mobilität verschrieben zu haben. Was bedeutet das für Österreichs ewigen Bestseller – und was tat sich alles in der Zeit?

Vom Fahrersitz aus reicht der ausgestreckte Arm bis an die Beifahrertür. Man saß halt enger beieinander früher, in der Zeit, als man sich als Kind hinten zwischen den Sitzen positionierte, um einen unverstellten Blick auf die Straße zu haben. Sicherheitstechnisch nicht ganz ideal, aber wo gab es schon einen Kindersitz, 30 Jahre vor Einführung von Isofix?

Statt Klima. Das Cockpit: ein Tacho mit Benzinuhr, ein Lichtschalter, ein Choke-Hebel,ein Warnblinker, in besserer Ausführung ein Radio. Statt Vier-Zonen-Klima mit Umluftautomatik: Kalt oder warm in vier Gebläsestufen.

Das war es im ersten Golf auch schon an Dingen, die man drücken und bedienen konnte, abgesehen von Pedalen, Lenkrad, Ganghebel. Mehr als ausreichend, befand die damalige Kundschaft, die zu großen Teilen den Käfer gewohnt war und sowieso nicht allzu viel Auswahl hatte. Vom ersten Jahr an, 1974, war der Golf erfolgreich, und nirgendwo so wie in Österreich, wo er schon ab 1978 auf Platz eins lag, für 41 Jahre ununterbrochen.

Wenn nun die achte Generation antritt, so tut sie das unter anderem mit „Car2X“-basierter Schwarmintelligenz, „always on“-Konnektivität und gespitzten Ohren: Man sagt „Hallo Volkswagen“ und kann dem Auto in der Folge alles Mögliche anschaffen, statt die Temperatur einzustellen, sagt man beispielsweise: „Mir ist kalt.“

Es hat sich auch sonst einiges getan in der Zeit.