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Gegen Hitze

Wien bekommt ersten Cooling Park

Zukünftig kann man sich auch im Esterházyparks bei Hitze abkühlen.
Zukünftig kann man sich auch im Esterházyparks bei Hitze abkühlen.APA/ROLAND SCHLAGER

Ein Teil des Esterházyparks beim Haus des Meeres wird mit Kühlungsmaßnahmen umgestaltet und soll die Hitze in der Großstadt erträglicher machen.

Wien. Es ist jetzt nicht unbedingt die Jahreszeit, in der man an Hitze und Sommer denkt, aber natürlich kann man auch Anfang Dezember mitten in der Punschsaison Kühlungsmaßnahmen für Hitzetage vorstellen.

Konkret präsentieren am 2. Dezember die Wiener Umweltstadträtin, Ulli Sima, und der Bezirksvorsteher von Mariahilf, Markus Rumelhart, (beide SPÖ) den ersten sogenannten Cooling Park, der im kommenden Jahr entstehen und den Wienern dank Kühlungsmaßnahmen den Aufenthalt im Freien an den zuletzt häufiger gewordenen Hitzetagen erträglicher machen soll – Sprühnebelduschen etwa waren im Sommer bereits auf einigen Plätzen im Einsatz.

Eine etwa 2000 Quadratmeter große Fläche des Esterházyparks im sechsten Bezirk wird im nächsten Jahr umgestaltet – Kühlungsmaßnahmen, heißt es in der Ankündigung, stehen dabei „im Zentrum des neuen Konzepts“.

Umgesetzt wird dieser erste Wiener Cooling Park auf dem Vorplatz des Haus des Meeres, auf dem sich derzeit aufgrund der Umbauten am Haus des Meeres eine Baustelle befindet. Damit wird der Esterházypark erneut zum Vorzeigepark: Denn bereits im vergangenen Sommer ist hier – entlang einer Wand des Haus-des-Meeres-Flakturms – eine der größten Grünfassaden Wiens entstanden.

Eine Fläche von 400 Quadratmetern wurde mit 8500 Pflanzen vertikal begrünt, die an heißen Tagen ebenfalls einen kühlenden Effekt haben sollen.

 

Wettlauf 6. gegen 7. Bezirk

Mit dem neuen Cooling Park wird Mariahilf ein bisschen mit dem benachbarten Neubau mithalten können.

Denn der siebente Bezirk bekommt im kommenden Sommer – wie berichtet – seine erste „kühle Meile“ in der Zieglergasse. Und auch die Neubaugasse, nur wenige Meter vom Esterházypark entfernt, wird im nächsten Jahr zur Begegnungszone und Kühlmeile umgestaltet.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.12.2019)