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Über Geld spricht man

Architekt Peter Lorenz: „Weitermachen, trotz aller Rückschläge“

Florian Lechner

Der Tiroler Architekt Peter Lorenz hatte als Student eine romantische Vorstellung von seinem Beruf. Die hat er schnell verloren. Um in dem harten Geschäft durchzuhalten, müsse man idealistisch sein – und niemals aufgeben.

Die Presse: Wollten Sie immer schon Architekt werden?

Peter Lorenz: Nein, ich war während meiner Schulzeit als aktiver Rennfahrer sehr gut unterwegs. Aber mit der Matura war diese Leidenschaft nicht mehr zu vereinbaren, und so hat alles zu wackeln begonnen. Ich bin dann zehn Jahre lang als Trainer durch die Weltgeschichte gegondelt und habe das Architekturstudium eher nebenbei betrieben. Dass ich Architekt geworden bin, war also keine Berufung, sondern hat sich eher so entwickelt.

Hat Ihre Vorstellung von dem Beruf der Realität standgehalten?

Überhaupt nicht. Ich hatte völlig romantische, unrealistische Vorstellungen. Als studierender Skilehrer stand ich einmal in Sydney vor dem Opernhaus. Es hat mich gewaltig beeindruckt, und ich dachte mir: „So etwas machen, das ist toll.“

Das stimmt ja auch.