Schnellauswahl
Personalia

FPÖ will diese Woche über Strache-Ausschluss entscheiden

Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache
Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache(c) APA

FPÖ-Chef Hofer rechnet mit einem baldigen Parteiausschluss seines Vorgängers. Und ist optimistisch: „Dann werden wir befreit in die Zukunft gehen."

Wird Ex-FPÖ-Bundesparteichef Heinz-Christian Strache von seiner Partei ausgeschlossen? Diese Frage soll im Laufe der Woche final beantwortet werden. Das sagte Parteichef Norbert Hofer am Montag am Rande eines Parlamentstermins. Dass der Rauswurf die Partei nachhaltig spalten könnte, glaubt Hofer nicht. "Ich fürcht' mich vor gar nichts", zeigte er sich entspannt.

Dass es mit dem Ausschluss nicht ganz so schnell geht, wie von Klubchef Herbert Kickl gewünscht (Er hatte am Wochenende in der Ö1-Reihe "Im Journal zu Gast“ gemeint: „Ich rechne mit einer raschen Entscheidung, da rede ich nicht von Wochen oder Tagen, sondern von Stunden.“), liege an der Arbeitsweise des Parteischiedsgerichts in Wien. Erst heute, Montag, hab er sich mit Landesparteichef Dominik Nepp in der Sache ausgetauscht, erläuterte Hofer.

Mit einem Ausschluss des von ihm „aus gutem Grund" suspendierten Strache ist aus Hofers Sicht mit Sicherheit zu rechne, wie er einmal mehr betonte: „Das wird, glaub ich, das Ergebnis der Beratungen in Wien sein. Etwas anderes kann ich mir nicht vorstellen." Nachsatz: „Dann werden wir befreit in die Zukunft gehen.“

Dass Strache dann womöglich mit einer eigenen Liste bei kommenden Wahlen – etwa der Wiener Landtagswahl 2020 – antreten werde, bereite ihm keine Sorgen, meinte Hofer. Das hätten immerhin schon „Kaliber" wie einst Jörg Haider erfolglos versucht. Auch Vergleiche mit Knittelfeld hielt Hofer am Montag nicht für zulässig, denn die Einigkeit in der FPÖ sei heute viel größer als einst.

Strache wendet sich an Gerichte

Strache selbst hatte sich zuletzt mehrfach via Facebook zur Causa zu Wort gemeldet. Er stehe jedenfalls bereit, sollte ihm die FPÖ im Rahmen eines Parteischiedsgerichts befragen wollen, kündigte er zunächst an. Um dann hart nachzulegen: Wegen des „Vernichtungszugs" gegen seine Person werde er sich nun an die Zivilgerichte wenden. Er werde „die an Kriminalität nicht zu überbietenden Angriffe" nicht länger hinnehmen, schrieb der Ex-Parteichef, ohne ins Detail zu gehen.

(Red./APA)