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Kritik

Staatsoper: Wenn hier die Töne bröckeln, dann dramatisch

(c) Staatsoper/Michael Pöhn

Die methusalemische „Tosca“-Produktion wird von virtuosen Singschauspielern nach wie vor eindrucksvoll genützt: Evgenia Muraveva feierte ihr Wien-Debüt an der Seite von Joseph Calleja und Bryn Terfel.

Ein ölig-diabolischer Scarpia, der vor einer weihrauchumnebelten Prozession sein „Te Deum“ als grauenerregendes Versprechen formuliert; eine erst divenhafte, später eindrücklich zerrissene Tosca und ein strahlend und kraftvoll agierender Cavaradossi – Puccini-Freund, was willst du mehr? In der 613. Aufführung der seit 1958 fesselnden, stimmungsvollen „Tosca“-Inszenierung von Margarethe Wallmann debütierte Joseph Calleja als Cavaradossi und Evgenia Muraveva feierte ihr Hausdebüt.