Schnellauswahl
Abendbriefing

Die Existenzkrise der Nato und das heimische Sorgenkind Lesen: Der Tag im Rückblick

Wir lassen den Tag Revue passieren, geben Tipps für den Abend und blicken auf morgen.

Alle drei Jahre erschüttert die Pisa-Studie Österreich. Diesen Eindruck kann man jedes Mal gewinnen. Der Sprung nach vorn ist Österreichs Jugendlichen jedenfalls auch diesmal nicht gelungen, zu gering ist vor allem das Leseverständnis der 15- und 16 Jährigen (mehr dazu).

Die Kritik ließ natürlich nicht lange warten. Die SPÖ findet, dass Österreich sich Asien zum Vorbild nehmen soll und die Neos sprechen von einer „Schande für die Politik“. Entspannter geben sich da die Industriellenvereinigung und die Wirtschaftskammer, die sich sogar darüber freut, dass die Geschlechterkluft fast geschlossen wurde (mehr dazu).

Und für alle, die sich gefragt haben, ob die Studie etwas mit der italienischen Stadt Pisa zu tun hat: Nein. Pisa steht für Programme for International Student Assessment (Programm zur internationalen Schülerbewertung).

Was Sie heute noch wissen sollten

Nato-Staaten nennen China erstmals eine „Bedrohung“: Huawei und 5G gelten als Problembereich mit China. In der gemeinsamen Gipfelerklärung wird aber auch eine bessere Koordinierung der Bündnispartner thematisiert. Letztlich gilt es, die Existenzkrise des Militärbündnisses abzuwenden. Mehr dazu

Österreich droht US-Strafsteuer: Die USA planen wegen der französischen Digitalsteuer Strafzölle auf Importe aus Frankreich von bis zu 100 Prozent. Österreich könnte als nächstes Land auf die Liste kommen, berichtet Norbert Rief. Mehr dazu

Wer bei Türkis-Grün Minister werden könnte: Eine Koalitionsvereinbarung steht noch nicht, ein Blick in die Personalpools von ÖVP und Grünen lohnt sich aber: Mögliche Minister kommen aus allen Ecken. Mehr dazu

„Politico“ reiht Kurz unter Top acht der Macher in Europa: Der ÖVP-Chef, ein „Verwandlungskünstler“, verkörpere dem Magazin zufolge wie kein anderer "Widersprüche" und "Unvorhersehbarkeit" der europäischen Politik. Emmanuel Macron werde Europa 2020 am meisten prägen. Mehr dazu

Welche Magazin-Stücke Sie noch lesen könnten

Nicht immer sind Künstler froh, ein Werk verkauft zu haben: Der dänische Künstler Tal R kämpft gegen die Zerstörung seines Bildes „Paris Chic“ durch dessen Käufer: Sie wollen die Schnipsel vermarkten, schreibt Anne-Catherine Simon. Mehr dazu [premium]

Muskeln, Medien und Meilensteine: Volkskrankheiten vor dem Aus, Muskeln und Gender auf dem Vormarsch - Hellin Jankowski und Köksal Baltaci schreiben darüber, wie die 10er-Jahre das Fitness- und Gesundheitswesen veränderten. Mehr dazu [premium]

Zitat des Tages

''Jack wäre wütend.''

Der jüngste Anschlag in London werde benutzt, um eine Weltsicht zu untermauern, gegen die sein Sohn stets gekämpft hatte, schreibt der Vater des bei dem Anschlag getöteten Jack Merritt.

Worüber heute diskutiert wird

Wie können Österreichs Schulen besser werden? Ernüchternd sind die Ergebnisse des diesjährigen Pisa-Tests. Fast ein Viertel der Schüler kann nicht sinnerfassend lesen. Woran könnte das liegen? Und was läuft im Bildungssystem falsch? Diskutieren Sie mit!

Der Blick in den „Presse“-Adventkalender

Was macht die Advent- und Weihnachtszeit so besonders? „Die Presse“-Redaktion plaudert aus dem Nähkästchen - und teilt mit Ihnen 24 persönliche Empfehlungen und Geschichten. Heute: Über die Wiederentdeckung einer Tradition von Barbara Steinbrenner. Mehr dazu

Tipp für den Abend

Die meistgehörten Musiker des Jahrzehnts: Laut dem Streamingdienst Spotify wurden die Songs des kanadischen Rappers Drake in den letzten zehn Jahren 28 Milliarden Mal gespielt. Ed Sheeran liegt auf Platz zwei. Die Jahrescharts 2019 werden übrigens von R&B-Musiker Post Malone angeführt. Zeit, in einer ruhigen Minute in die Liste reinzuhören. Mehr dazu

Was morgen passiert

Zwar kam es heute schon zu einem heftigen Vorgeplänkel, doch der Nato-Gipfel zum 70-jährigen Bestehen des Militärbündnisses beginnt offiziell erst morgen.

Im Wiener Straflandesgericht geht der Prozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser weiter und am Praterstern in Wien erfolgt am Vormittag der Spatenstich für die neue Polizeiinspektion.

Bild des Tages

Die 16-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg ist zurück in Europa. Am Dienstag ging sie nach drei Wochen auf See in Lissabon wieder an Land.
Die 16-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg ist zurück in Europa. Am Dienstag ging sie nach drei Wochen auf See in Lissabon wieder an Land.(c) Reuters

>>> Mehr Bilder aus aller Welt