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Alfredo Barsuglia

Er schafft Realitäten, besser als die Wirklichkeit

Schaut aus wie fotografiert irgendwo auf Wiens Straßen, ist es aber nicht: Sondern in Alfredo Barsuglias aktueller Ausstellung im Keller des BA-Kunstforums auf der Freyung. Titel: „Take on me“, nimm es mit mir auf, Realität . . .
Schaut aus wie fotografiert irgendwo auf Wiens Straßen, ist es aber nicht: Sondern in Alfredo Barsuglias aktueller Ausstellung im Keller des BA-Kunstforums auf der Freyung. Titel: „Take on me“, nimm es mit mir auf, Realität . . .Michèle Pauty

Der Künstler Alfredo Barsuglia bekommt Mittwochabend den diesjährigen Msgr.-Otto-Mauer-Preis verliehen. Wir trafen ihn in einer seiner täuschend echten Welten, derzeit aufgebaut im Keller des BA-Kunstforums.

Es regnet nicht nur im ehemaligen Tresorraum des Bank-Austria-Kunstforums auf der Freyung, es gewittert. Während es aus den Lautsprechern tost, bleiben wir im Trockenen, ist ja schließlich Kunst. Allerdings äußerst seltsame. Schauen wir uns um: Wir sitzen fast auf dem Boden, auf einer Türstufe des Hauses Hüttelbergstraße 4, so jedenfalls das Schild. Zu unseren Füßen schnöder Straßenschmutz, ein altes Rennrad steht in einem Fahrradständer. Neben uns an der Wand hängt ein dreckiger Mistkübel der MA 48. „Den muss ich nach der Ausstellung wieder zurückgeben“, sagt der junge Mann neben mir. Und fischt ein paar Plastikflaschen heraus, eine Bananenschale. Immer wieder werfen Besucher hier wirklich Dinge hinein. Wirklich.