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TAG Heuer

Beginn einer neuen Ära: „Monaco"

Quadratisch, blau, mit Stoppfunktion. Die „Monaco Calibre Heuer 02“ hält sich an die wichtigsten Designcodes des Kultmodells.
Quadratisch, blau, mit Stoppfunktion. Die „Monaco Calibre Heuer 02“ hält sich an die wichtigsten Designcodes des Kultmodells.(c) Beigestellt
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Zum 50. Geburtstag stattet TAG Heuer seine Ikone „Monaco" erstmals mit einem Chronografenwerk aus, das komplett im eigenen Haus entstanden ist.

1969 vorgestellt, gehörte die „Monaco" zu den weltweit ersten Chronografen mit Automatikaufzug. Das damalige Kaliber 11 hatte die Sportuhrenschmiede zusammen mit Breitling, Hamilton-Büren und dem Modulspezialisten Dubois Dépraz entwickelt, der den Chronografenmechanismus beisteuerte. Die Krone saß links am Gehäuse, um anzudeuten, dass man sie zum Aufziehen nicht brauchte, sondern dies automatisch, durch die Bewegungen des Handgelenks, erledigt wurde. Nachdem die „Monaco"-Linie Mitte der Siebzigerjahre eingestellt worden war, erschien – nach einem Sondermodell von 1998 – im Jahr 2003 schließlich die unlimitierte Neuauflage mit geglättetem Design: Die Stundenindexe standen jetzt radial statt quer, und die Krone saß dank der Verwendung des Großserienkalibers Eta 2894 an der gewohnten Position auf der rechten Gehäuseseite. Seit einer Limited Edition aus dem Jahr 2009 und der Einführung eines neuen Serienmodells 2015 gab es zusätzlich auch wieder eine Bauart mit links platzierter Krone. Das dafür nötige Modul für das Basiskaliber Eta 2892 beziehungsweise Sellita SW 300 lieferte, wie schon 40 Jahre zuvor, Dubois Dépraz.

Ein schöner Rücken. Das großzügig dimensionierte, modern gestaltete Werk lässt sich durch einen vergrößerten ­Saphirglasboden betrachten.
Ein schöner Rücken. Das großzügig dimensionierte, modern gestaltete Werk lässt sich durch einen vergrößerten ­Saphirglasboden betrachten.(c) Beigestellt

„Monaco" 2019. Nun tritt die Ikone in ein neues Zeitalter ein: Mitte November präsentierte TAG Heuer die „Monaco Calibre Heuer 02", die erstmals von einem komplett im eigenen Haus entwickelten und bei der Uhrenmarke gefertigten Chronografenwerk angetrieben wird. Das Automatikkaliber Heuer 02 kam nach jahrelanger Entwicklung 2017 erstmals zum Einsatz und treibt seitdem die TAG Heuer „Autavia Calibre Heuer 02" an. Mit der neuen „Monaco" kommt nun ein zweiter Retrochronograf in den Genuss des hundertprozentigen Manufakturwerks. Zu dessen Vorzügen zählen eine hohe Gangreserve von 80 Stunden, hochwertige Konstruktionsmerkmale wie Schaltrad und vertikale Kupplung sowie nicht zuletzt eine betont moderne Optik. Letztere kommt beim Blick durch den Saphirglasboden zum Tragen, wobei das Sichtfenster aufgrund des stolzen Werkdurchmessers von 31 Millimetern erfreulicherweise größer ausfällt als bei allen früheren „Monacos". Einziger kleiner Makel: Mit 15,1 Millimetern Höhe fällt das 39 mal 39 Millimeter große Edelstahlgehäuse recht stämmig aus. Die deutliche Präsenz am Handgelenk wird „Monaco"-Fans jedoch nicht davon abhalten, 5400 Euro in die neue Manufakturuhr zu investieren.

Robust und funktional. Das Kaliber Heuer 02 verfügt über Schaltrad, vertikale Kupplung und 80 Stunden Gangreserve.
Robust und funktional. Das Kaliber Heuer 02 verfügt über Schaltrad, vertikale Kupplung und 80 Stunden Gangreserve.(c) Beigestellt

("Die Presse - Schaufenster", Print-Ausgabe, 06.12.2019)