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Akademietheater

Der Mörder und sein Vollstrecker

Der Todeskandidat in der Nacht vor seiner Hinrichtung: Itay Tiran als Mörder und Sarah Viktoria Frick als Dirne.
Der Todeskandidat in der Nacht vor seiner Hinrichtung: Itay Tiran als Mörder und Sarah Viktoria Frick als Dirne.(c) APA/ROLAND SCHLAGER (ROLAND SCHLAGER)

Regisseurin Mateja Koležnik versuchte den fast vergessenen Einakter „Der Henker“ von Maria Lazar aufzupeppen. Das gelang ihr phasenweise, aber nicht ganz.

Die Kritiken nach der Uraufführung von „Der Henker“ an der Neuen Wiener Bühne im Jahre 1921 waren, so hieß es, verhalten. Das Drama Maria Lazars (1895–1948), die aus einer großbürgerlichen, zum Katholizismus konvertierten jüdischen Familie stammte, wurde bald danach beinahe vergessen. Im Akademietheater hat die slowenische Regisseurin Mateja Koležnik fast ein Jahrhundert später ambitioniert eine Wiederbelebung versucht. Diese ist ihr in einer streng unterkühlten Inszenierung tatsächlich in gewissem Maße gelungen, wie es sich bei der Premiere am Mittwoch im Akademietheater in Wien erwies.