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Architektur-Aufreger: Wien von innen

Amalienbad
Amalienbad(c) APA (ROLAND SCHLAGER)
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In den Häusern ist Wien oft wienerischer als davor. Aber auch im Inneren verblasst allmählich das Stadtbild.

Dem Alten nachtrauern, das hat in Wien etwa genauso viel Tradition wie die Zukunft fürchten und die Gegenwart schlecht reden. Vor allem auch, wenn man die Stadtgestaltung betrachtet. Und wie jede Stadt hat Wien eher wenig Außen, dafür umso mehr Innen. Das Drinnen allerdings, das kann man sich nicht so gut teilen mit allen anderen Wienern. Außer mit Arbeitskollegen ein Büro oder mit Familienmitgliedern und Mitbewohnern eine Wohnung. Meistens ist die Stadt ja ohnehin schon strikt geteilt. Durch Wände und Besitzansprüche. Denn was nicht gerade Passage oder Durchhaus ist, da darf man nicht so einfach durchschlüpfen. Um das Wien von innen ästhetisch genießen zu können, muss man sich manchmal schon von kollektiven Live-Raum-Erlebnissen aus der eigenen Wohnung weglocken lassen.