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Brüssel

"Klimanotstand": Greenpeace besetzte stundenlang EU-Gipfel-Gebäude

Die Feuerwehr holte die Aktivisten vom Gebäude.APA/AFP/KENZO TRIBOUILLARD
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Die Feuerwehr holte die Dutzenden Aktivisten von dem Gebäude, in dem die EU-Staats- und Regierungschefs über den „Green Deal“ beraten.

Während die EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag bei einem Gipfel in Brüssel um schärfere Klimaziele und den Finanzrahmen 2021 bis 2027 rangen, besetzten Greenpeace-Aktivisten am Vormittag für mehrere Stunden das Gebäude des EU-Gipfels.

An der Aktion nahmen 61 Umweltschützer aus sieben europäischen Ländern teil, teilte Greenpeace mit. 28 seien mit einem Feuerwehrauto auf das Gebäude geklettert. Sie entrollten ein Banner mit der Aufschrift "Klima-Notstand“ und befestigten Transparente an der Fassade, auf denen Flammen zu sehen waren. Später entzündete Rauchbomben erweckten den Eindruck, als stehe das Gebäude in Flammen. "Die Welt steht in Flammen und unsere Regierungen lassen sie brennen", erklärte der Leiter von Greenpeace EU, Jorgo Riss.

Die Polizei holte daraufhin nach und nach die Aktivisten mit Hilfe von Drehleitern der Feuerwehr vom Gebäude. Die Aktion war am späten Vormittag beendet.

Bierlein bekräftigt Ablehnung der Atomenergie

Zentrales Thema des am Nachmittag beginnenden Gipfels der EU-Staats- und Regierungschefs ist die Frage, ob sie sich bereits zu dem Ziel bekennen, die Europäische Union bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu machen. Osteuropäische Staaten wie Polen, Ungarn und Tschechien fordern aber zuerst umfassende Finanzzusagen, um die Umstellung ihrer Wirtschaft auf erneuerbare Energien zu bewerkstelligen.

Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein bekräftigte in diesem Zusammenhang bei einem bilateralen Treffen mit dem neuen EU-Ratspräsidenten Charles Michel ihre Ablehnung der Atomenergie.

Zweiter Schwerpunkt des Gipfels ist laut Michel das nächste EU-Mehrjahresbudget von 2021 bis 2027. Er habe dazu viele bilaterale Treffen geführt, sagte der EU-Ratschef. Der Gipfel müsse über das Ambitionsniveau bei den Ausgaben diskutieren, und auch über die richtige Balance zwischen den Bereichen Kohäsion, Landwirtschaft und neuen Politiken wie Migration und Klimaschutz, ebenso wie über eigene Einnahmequellen der EU.

(APA/AFP)