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Streitgespräch

"Idioten", "Tabubruch": Gesundheits­stadtrat und Ärztekammer­präsident im Infight

Hacker und Szekeres
Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (li.) und Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres im Foyer der Rudolfstiftung im dritten Bezirk.Caio Kauffmann

Der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) und Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres sprechen über die Anfangsschwierigkeiten sowie den Personalmangel im Krankenhaus Nord, eine Impfpflicht für Masern und Einschränkungen für Wahlärzte.

Die Presse: Seit der Eröffnung des KH Nord im Sommer vergeht kaum eine Woche, in der Ärzte und Pfleger nicht auf den Personalmangel hinweisen. Sie, Herr Hacker, sprechen dennoch von einem „fulminanten Start“...

Peter Hacker: Und dabei bleibe ich auch. Die Übersiedlung in die Klinik Floridsdorf war eine Meisterleistung des Krankenanstaltenverbundes. Das Herunterfahren des Äquivalents eines ganzen Spitals haben wir in der Gesundheitsversorgung der Stadt nicht gespürt. Diese großartige Leistung der Mitarbeiter sollte auch die Ärztekammer anerkennen, anstatt ihnen auf riesigen dunklen Plakaten auszurichten, was für Idioten sie sind.

Thomas Szekeres: Unsere Kritik ist sachlich begründet. Selbstverständlich erkenne ich die Leistung der Übersiedlung an. Aber der Personalmangel ist Realität und täglich spürbar, weil deswegen beispielsweise viel weniger Operationen stattfinden können. Und das plakatieren wir.

Hacker: Ich habe nie gesagt, dass wir genug Personal haben. In der ganzen Republik gibt es einen Fachkräftemangel.

Bleiben wir im KH Nord.