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Blick zurück

Gründen ist „eh toll“

Berlin gilt als Eldorado deutschsprachiger Start-ups. Auch dort ist nicht alles Gold was glänzt.

Was bleibt von der Euphorie, wenn Gründer ein paar Jahre später zurückblicken? Würden sie es wieder tun?

Fragen wie diese stellte der deutsche Digitalverband Bitkom 321 Digital-Start-ups. Und interpretiert die Antworten nachdenklich. Acht von zehn Gründern versicherten zwar mantraartig, auch mit den jetzigen Erfahrungen wieder gründen zu wollen. Restlos („voll und ganz“) überzeugt war aber nur die Hälfte, konkret 53 Prozent. Dieser Wert sinkt über die Jahre stetig. 2018 stimmten noch 62 Prozent vorbehaltlos zu, 2017 sogar 66 Prozent.

Das Gründen werde öffentlich leichter dargestellt als es ist, beklagten 80 Prozent. Die Hälfte vermisste Zeit für ihre Familie, 55 Prozent für ihre Freunde. Zum Trost kletterten zwei Drittel im Ansehen nach oben: Freunde und Bekannte würden für die Start-ups „Anerkennung“ zollen.