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Luxus International

Die hippsten Winterresidenzen

Blick aus der Mountain Lodge Tamersc in den Südtiroler Dolomiten.
Blick aus der Mountain Lodge Tamersc in den Südtiroler Dolomiten.urlaubsarchitektur.de/pezzei
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Wo sich die Feiertage stilecht verbringen lassen: Hüttenzauber in den Rockies, Alpen oder bei Richard Branson.

Die Feiertage auf einer Hütte in den Bergen zu verbringen, gehört zu den Klassikern der Winterfreuden. Wobei der Begriff „Hütte“ ein dehnbarer ist, wenn sich diese im Luxussegment bewegen soll: Er reicht vom hölzernen Understatement mit klaren Linien, kleinen Räumen und einem heimeligen Kachelofen für den einen bis zu acht Meter hohen Holzdecken mit schweren Lustern für den anderen. Und während manch einer nur die engste Familie um sich haben möchte und die Abende gern im Pyjama verbringt, wünschen sich andere Butler und Privatkoch, die für ein möglichst elegantes Dinner sorgen sollen. Die gute Nachricht ist: Mit dem passenden Budget lässt sich für jeden etwas finden – in den Alpen, den Dolomiten oder den Rocky Mountains.


► Schlichte Schönheit

Für die Freunde der schlichten Schönheit ganz ohne Lärm und Aufsehen bietet sich beispielsweise die Mountain Lodge Tamersc in den Dolomiten an. Hier verbinden sich schnörkellos Hüttencharakter und moderne Architektur, nachdem ein abbruchreifes Jagdhaus mitten im Südtiroler Naturpark Fanes-Sennes-Prags durch einen zeitgemäßen Neubau ersetzt wurde. Herausgekommen sind zwei ruhige, lineare Gebäude, in denen sich zwar noch typische Elemente wie die traditionelle Blockbauweise finden, die aber in einer modernen Formensprache daher kommt. Im Inneren der insgesamt 130 Quadratmeter großen Lodge dominiert Holz, Holz und nochmals Holz. Genauer gesagt: Lärchenholz an den Wänden, der Decke und am Boden. Lediglich in der Küche wird in zweierlei Hinsicht eine Ausnahme gemacht. Zum einen ist sie aus Zirbenholz, zum anderen finden sich an den Rückenlehnen der Stühle die einzigen Schnörkel des Hauses.

Die Mountain Lodge von außen.
Die Mountain Lodge von außen.urlaubsarchitektur.de/pezzei

Für die Dramatik inmitten der Behaglichkeit sorgen große Panoramafenster und interessante kleine Lichtschlitze, die sich durch hölzerne Schiebeelement verdunkeln lassen – etwa, wenn man das Feuer im Ofen ganz ungestört beobachten will. Die beiden Häuser bieten Platz für sechs Personen, das zweigeschoßige Haupthaus hat zwei Schlafzimmer, ein weiteres findet sich im Nebenhaus. Die Preise für die Lodge liegen zwischen 2800 und 3600 Euro pro Woche je nach Saison, vermittelt wird sie über www.urlaubsarchitektur.de


► Beste Lage

Lage, Lage, Lage heißt der Trumpf der Almhütten „Ålmerin“ und „Stoamandl“ direkt an der Prenner-Talabfahrt im Skigebiet Hauser Kaibling – und direkt meint hier wirklich direkt. Wobei die Lagebeschreibung wörtlich genommen werden darf, die Bezeichnung „Hütte“ aber eher eine freundliche Untertreibung ist. Denn die beiden Häuser weisen zwar alle Ingredienzien des heimeligen Hüttenzaubers auf – von jeder Menge Lärchenholz innen wie außen über grün gekachelte Öfen bis zu Eckbänken, geschnitzten Stühlen und reich verzierten Balkonen.

Hüttenatmosphäre de luxe im Skigebiet Hauser Kaibling.
Hüttenatmosphäre de luxe im Skigebiet Hauser Kaibling.(c) Lorenz Masser

Ein eigener Almwellnessbereich mit Heusauna, Schwebeliegen und Wellnessduschen, beheizten Ski- und Schuhräumen lassen dann aber doch eher kein allzu rustikales Wohngefühl aufkommen. Komplettiert wird das Interieur von mehreren Nespressomaschinen, Fernseher und ofenfertigem Brennholz für den Kamin. Platz ist in jeder der beiden 171 Quadratmeter großen Hütten auf 1200 Meter Seehöhe für bis zu elf Personen, die sich auf Doppel- und Dreibettzimmer mit jeweils eigenen Bädern verteilen können. Die Preise liegen je nach Saison und Personenanzahl zwischen 316 und 973 Euro pro Tag und Hütte, Infos unter www.prenner-alm.at


► Großer Name

Mit Understatement im Namen hält sich die Luxus-Hütte der Alpen schlechthin gar nicht erst auf – und das zu recht. „The Lodge“ nennt sich Richard Bransons Winterrefugium in Verbier, und unter Luxushütten-Gehern beziehungsweise SUV-Fahrern hat dieser Name Gewicht. Das sollte er auch, denn bei Tagespreisen zwischen gut 11.500 und knapp 30.000 Euro darf man sich einiges erwarten – was der Multimillionär bei seinem Winterwohnsitz genau wie auf seiner karibischen Privatinsel liefert. Das beginnt bereits bei der Lage. Das Grundstück der Lodge grenzt an eine der Talabfahrten des „Four Valley“-Skigebietes, zu dem die Skigebiete Verbier, Nendaz, Veysonnaz, La Tzoumaz und Thyon gehören. Außerdem finden sich auf dem Gelände selbst eine kleine Eislaufbahn, eine Kletterwand und ein Krocket-Rasen für die Sommerurlauber.

Bransons Refugium in Verbier.
Bransons Refugium in Verbier.(c) mattlivey.com

Im Haus selbst gilt das Motto „Platz ist in der größten Hütte“. In diesem Fall bedeutet das, dass 18 Erwachsene in den neun Schlafzimmern mit En Suite-Bädern Platz finden, sechs Kinder können darüber hinaus noch untergebracht werden. Die Gewinner sind dabei die Bewohner der beiden Mastersuiten, die nach einem anstrengenden Tag auf der Piste an einem privaten offenem Kamin, auf dem eigenen Balkon oder in der übergroßen, freistehenden Wanne entspannen können. Für das Relaxen aller Bewohner gibt es darüber hinaus eine stylische Wellness-Landschaft, einen Weinkeller mit deckenhohen Weinregal-Wänden und ein Heimkino. Und zum Service des Hauses gehören nicht nur alle Mahlzeiten und Getränke, sondern auch ein 24-Stunden-Fahrservice innerhalb Verbiers. Infos und Buchungen über Domizile-Reisen unter www.domizile.de


► Prächtiger Luster

Und wenn mit der Wahl der „Hütte“ etwas formaler repräsentiert werden soll, sind die Chalets in den US-amerikanischen Nobelskiorten immer eine gute Wahl. Denn hier braucht es gern mal doppelte Luster, um die gewaltige Raumhöhe der Wohnbereiche auszuleuchten. Wie das aussehen kann, zeigt eine Lodge in Park City mit direktem Zugang zu Utahs gleichnamigem Edel-Skigebiet, in dem nur eine limitierte Anzahl Skifahrer täglich Zutritt zu den sechs Gipfeln, 21 Liften und 101 Abfahrten erhält und keine Snowboarder erlaubt sind.

mondäne Unterkunft in der Nähe des Park City Skigebiets/Rocky Mountains in den USA.
mondäne Unterkunft in der Nähe des Park City Skigebiets/Rocky Mountains in den USA.airbnb

Die Zurückgebliebenen können sich in der Solstice-Lodge am Empire Pass in einem der fünf Schlafzimmer ausrasten, am hauseigenen Flipper, Wuzzler oder dem Heimkino vergnügen, in die fünf Minuten entfernte Main Street spazieren oder die grandiosen Ausblicke aus den hohen Fenstern genießen. Vermittelt wird die Lodge über Airbnb, die Preise liegen zwischen knapp 2500 und gut 6500 Euro pro Nacht.

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