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US-Sanktionen gefährden Pipeline nach Europa

Seit Mittwoch schießen die USA mit Sanktionen gegen die Gaspipeline Nord Stream 2 scharf.
Seit Mittwoch schießen die USA mit Sanktionen gegen die Gaspipeline Nord Stream 2 scharf.APA/AFP/dpa/BERND WUSTNECK

Seit Mittwoch schießen die USA mit Sanktionen gegen die Gaspipeline Nord Stream 2 scharf. Die Empörung von Moskau über Berlin und Wien bis nach Brüssel ist riesig. Kann das Projekt gar noch scheitern?

Wien. So viel Empörung wie aus einem europäischen Mund war schon lang nicht mehr zu hören. „Die europäische Energiepolitik wird in Europa entschieden, nicht in den USA“, stellte etwa der deutsche Außenminister, Heiko Maas (SPD), am Donnerstag klar. Auch EU-Handelskommissar Phil Hogan warnte die USA vor der Verhängung von Sanktionen gegen die Gaspipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland. Die Wirtschaft selbst wurde noch deutlicher. „Wir sollten auf Sanktionen, die Europa schädigen, mit Gegensanktionen antworten“, sagte etwa der Chef der deutsch-russischen Auslandshandelskammer, Matthias Schepp, in Moskau. Und Rainer Seele, Vorstandsvorsitzender der OMV, die die Pipeline mitfinanziert, sieht es „an der Zeit, dass Berlin und Brüssel eine klare politische Position beziehen und mit gezielten Gegenmaßnahmen antworten“.