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Wiener Donaupark: Abriss von 40-Meter-Papstkreuz

Wiener Donaupark Abriss 40MeterPapstkreuz
(c) Michaela Bruckberger
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Das Kreuz wurde anlässlich des Papst-Besuchs 1983 errichtet. Eine Sanierung würde 400.000 Euro kosten. Ein deutlich kleineres Denkmal soll im Donaupark errichtet werden.

Anlässlich des Besuchs von Johannes Paul II. am 12. September 1983 wurde ein 40 Meter hohes und 56 Tonnen schweres Kreuz im Wiener Donaupark errichtet. Nun soll das Bauwerk bis Herbst aus Sicherheitsgründen abgebaut werden, teilte die Erzdiözese Wien am Dienstag mit. An der Stelle des Papstkreuzes soll ein deutlich kleineres, jedoch dauerhaftes Denkmal entstehen.

Das Kreuz sei nur für temporäre Zwecke errichtet worden und sollte nach dem Wien-Besuch des Papstes wieder abgetragen werden, so Erzdiözese-Sprecher Erich Leitenberger: "Dann ist es halt stehengeblieben." Nun nagt aber der Zahn der Zeit am Papstkreuz, die Stützseile seien erschlafft, ergab ein Gutachten bereits im Jahr 2008. Aus Sicherheitsgründen ist seitdem das umliegende Areal gesperrt. Eine Generalsanierung der derzeitigen Konstruktion würde etwa 400.000 Euro kosten.

Stadtgartendirektor Rainer Weisgram sagte, er sei vor allem an einer zweckmäßigen und sinnvollen Lösung interessiert gewesen, "die dem Steuerzahler gegenüber rechtfertigbar ist". Die 400.000 Euro seien nur ein Kostenvorschlag. "Erfahrungsgemäß wird es meistens teurer", so Weisgram. Insofern halte er den Vorstoß der Erzdiözese für die Errichtung einer neuen Erinnerungsstätte für sehr gut. 

"Grazile Konstruktion" aus Metall

Das neue Denkmal folgt den Plänen des Bildhauers Oskar Höfinger, eines Schülers von Fritz Wotruba. Laut Leitenberger wird es eine ebenso "grazile Konstruktion" aus Metall sein, ob seiner geringeren Höhe jedoch "viel stabiler". Das Denkmal soll den auferstehenden Christus in Form einer Gestalt, die sich von einem Kreuz löst, symbolisieren.

Kritik von ÖVP und FPÖ

Die Oppositionsparteien im Rathaus ÖVP und FPÖ sprachen sich für den Erhalt des Papstkreuzes aus. "Das Papstkreuz im Donaupark muss bleiben!", forderte FP-Landesparteisekretär Hans-Jörg Jenewein. VP-Chefin Christine Marek sprach von einem "weithin sichtbaren Zeichen unserer christlichen Wurzeln", für dessen Erhaltung die Stadt die Geldmittel aufbringen müsse. Das wiederum irritierte die Grünen: Klubobfrau Maria Vassilakou warf Marek vor, ihre Sorge um christliche Symbole sei angesichts der Causa Arigona bigott.    

(APA)