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Bundesliga

Patson Daka verhindert Salzburgs ersten Nuller

Patson Daka.APA/ERWIN SCHERIAU
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In der letzten Runde vor Jahreswechsel hat Salzburg die erste Saisonniederlage nur knapp abgewendet.

Ein später Treffer von Patson Daka (85.) rettete dem Serienmeister ein 2:2 (1:1) und sicherte den ab der 16. Minute in Unterzahl agierenden "Bullen" aufgrund der klar besseren Tordifferenz gegenüber dem LASK auch die Winterkrone.

Drei Punkte liegt Salzburg vor den Linzern, die erst am Sonntag Sturm empfangen und ein um 27 Treffer schlechteres Torverhältnis aufweisen. Dabei hatten Rajko Rep (23.) und Dario Tadic (53.) Hartberg zweimal in Führung geschossen. Salzburg, das trotz der frühen Roten Karte für Majeed Ashimeru nicht wie Unterzahl wirkte, kam durch Zlatko Junuzovic (34.) und den nunmehr 14-fachen Saisontorschützen Daka aber noch zu einem Punkt. Damit stellte Trainer Jesse Marsch einen neuen Rekord auf: Als erster Coach blieb er seine ersten 18 Bundesliga-Partien ungeschlagen. Bisher hatte er sich die Bestmarke mit Ex-Rapid-Trainer Vladimir Markovic (1985) geteilt.

Die Protagonisten der jüngsten Transfer-Spekulations-Krimis waren gar nicht in die Steiermark gereist. Stürmer Erling Haaland fehlte - wie angekündigt - aufgrund einer zwickenden Bauchmuskulatur, zudem stand auch der mit Liverpool in Verbindung gebrachte Takumi Minamino nicht im Kader. Weiteres verzichtete Marsch auf die Dienste von Hwang Hee-chan und Rasmus Kristensen, die Aufstellung brachte sechs Änderungen im Vergleich zum 0:2 gegen Liverpool am Dienstag.

Die erste Hälfte war weniger von spielerischen Höhepunkten geprägt denn kuriosen Aktionen. Bereits in der 7. Minute musste Hartbergs Christian Klem verletzt ausgetauscht werden, keine zehn Minuten später sah Salzburgs Mittelfeldmann Ashimeru Rot für ein Foul an Rep - eine äußerst harte Entscheidung von Schiri Manuel Schüttengruber, der wiederum zehn Minuten später mit einer Wadenblessur für Markus Hameter Platz machen musste.

Schon zuvor hatte Rep die Gäste nach einem kapitalen Fehlpass von Albert Vallci mit 1:0 in Führung gebracht. Doch Salzburg, das nach Ashimerus Ausschluss von einer Dreier- auf Viererkette umgestellt hatte, konterte wenig später durch Junuzovic. Dessen Freistoß knapp an der Strafraumgrenze wäre eigentlich ein Elfer gewesen, der Ex-Teamspieler verwertete aber auch so mit einem Direktschuss gefühlvoll zum 1:1.

Den "echten" Elfer gab es dann bald nach Seitenwechsel infolge einer ungestümen Attacke Maximilian Wöbers an Florian Ried. Der für den angeschlagenen Rep eingewechselte Tadic verwertete präzise. Salzburg suchte zwar den Ausgleich, ließ es aber an guten Chancen missen. Ein Freistoß von Dominik Szoboszlai in die Arme von Goalie Rene Swete (71.) blieb lange die einzige.

Weil Tadic zu Beginn der Schlussviertelstunde aus spitzem Winkel an Goalie Cican Stankovic scheiterte (76.), blieben die Gäste aber im Rennen und nutzten im Finish ihre einzige gute Gelegenheit aus dem Spiel heraus: Masaya Okugawa legte nach hoher Flanke volley auf Daka ab, der aus Kurzdistanz den Punkt rettete. Im Finish kam ein ermattetes Hartberg zwar noch ordentlich ins Wanken, hielt letztlich aber stand. Im Kampf um einen Platz in der Meistergruppe vergrößerte die Elf von Markus Schopp ihren Vorsprung auf Platz sieben zumindest bis zum Sonntag bereits auf acht Punkte.

18. Runde: St. Pölten - Altach 0:3, Admira - Rapid 0:3.

Sonntag: Austria Wien - WAC, Tirol - Mattersburg (je 14.30 Uhr), LASK - Sturm Graz (17 Uhr, je live Sky).

(APA)