Im öffentlichen Verkehr der französischen Hauptstadt ist wieder mit massiven Behinderungen zu rechnen.
Die Streiks gegen die geplante Pensionsreform haben in Frankreich zum Wochenbeginn wieder zu chaotischen Verkehrsbedingungen geführt. So fielen im Großraum Paris viele Nahverkehrszüge und U-Bahnen aus, wie der Radionachrichtensender Franceinfo am Montag berichtete. Die Autos stauten sich in der Hauptstadtregion auf einer Länge von über 600 Kilometern, das ist deutlich mehr als an normalen Tagen.
Auch der öffentliche Fernverkehr blieb stark eingeschränkt. Die staatliche Bahngesellschaft SNCF bat Fahrgäste, Reisen zu verschieben. Die Proteste dauern seit rund eineinhalb Wochen. Starke Einschränkungen gibt es neben der U-Bahn bei der S-Bahn RER mit nur wenigen Linien morgens und am frühen Abend. Der Verkehr mit Bussen sei zu 50 Prozent gesichert, Trams sollten in fast normaler Taktung fahren.
Einige der Gewerkschaften haben bereits angedeutet, dass sie auch an Weihnachten den Streik nicht aussetzen werden. Für diesen Dienstag haben die Gewerkschaften erneut landesweit zu Protesten aufgerufen. Bereits am vergangenen Dienstag gingen Hunderttausende in ganz Frankreich auf die Straße.
Premierminister Edouard Philippe hatte in der vergangenen Woche Zugeständnisse bei der Pensionsreform gemacht, die den Gewerkschaften aber nicht ausreichen. Einige der Gewerkschaften signalisierten bereits, dass sie auch an Weihnachten den Streik nicht aussetzen wollen. Die Mitte-Regierung will auf Dauer das in 42 Einzelsparten zersplitterte Pensionssystem in ein einheitliches System überführen.
(APA/dpa)