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Großbritannien

Offener Krieg in der Labour Party

Labour-Chef Jeremy Corbyn gibt die Macht vorerst nicht aus der Hand. Um seine Nachfolge kämpft ein halbes Dutzend Frauen. „Einen Corbyn ohne Bart brauchen wir nicht“, ätzt Ex-Abgeordnete Caroline Flint.
Labour-Chef Jeremy Corbyn gibt die Macht vorerst nicht aus der Hand. Um seine Nachfolge kämpft ein halbes Dutzend Frauen. „Einen Corbyn ohne Bart brauchen wir nicht“, ätzt Ex-Abgeordnete Caroline Flint.imago images/i Images
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Nach der Wahlschlappe ist der Kampf um die Nachfolge Corbyns voll ausgebrochen. Frauen sind in der Pole-Position.

London. Aus der ruhmreichen wie bewegten Geschichte der Labour Party ist diese Anekdote überliefert: Nachdem die Partei 1993 die vierte Wahlniederlage in Folge gegen die Konservativen erlitten hatte, soll ein Aktivist seinen lokalen Abgeordneten mit der Forderung bestürmt haben: „Können Sie mir versichern, dass wir keinen Pakt mit den Wählern eingehen werden?“ Nachdem die Partei in der Vorwoche erneut die vierte Schlappe in Folge hingenommen hat, scheint Labour wieder an diesem Punkt angelangt.

Während die Parteiführung unter Jeremy Corbyn darauf besteht, das Programm sei gut und richtig gewesen, leisten sich zwei prominente Abgeordnete in aller Öffentlichkeit einen Streit, der bald auf dem Bezirksgericht enden wird. Die nordenglische Abgeordnete Carolyn Flint, die für die Umsetzung des Brexit war, beschuldigte die Londoner Abgeordnete Emily Thornberry – die den Brexit verhindern wollte –, gesagt zu haben: „Zum Glück sind meine Wähler nicht so dumm wie deine.“ Thornberry wies das nicht nur als „völlige Lüge“ zurück, sondern kündigte („Ich lasse keinen Scheiß über mich erzählen“) auch eine Klage gegen ihre Parteifreundin an.

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