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AWD entschädigt zwei weitere Anleger

THEMENBILD: FINANZDIENSTLEISTER AWD
(c) APA (Barbara Gindl)
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Der AWD ersetzt einer Familie 70 Prozent des Schadens, der ihr durch einen mit Immofinanz-Aktien finanzierten Fremdwährungskredit entstanden ist. Einer anderen ersetzt er einen Teil des verlorenen Erbteils.

Der AWD hat sich mit einer Familie aus Niederösterreich auf einen Vergleich geeinigt: Sie erhält rund 79.000 Euro, 70 Prozent des entstandenen Schadens, aus Verlusten mit Immofinanz-Aktien. Der AWD-Berater hatte der Familie empfohlen, das vorhandene Kapital für ein Einfamilienhaus - statt in den Kauf des Grundstückes - in Immofinanzaktien zu investieren. Gleichzeitig nahmen sie einen höheren Fremdwährungskredit auf, der durch die Gewinne aus den Aktien zurückgezahlt hätte werden sollen.

Im Fall einer Familie aus Niederösterreich hat der AWD zwar schon im Dezember 2008 zugestanden, dass man über Schadenersatz reden könne - allein es kam kein konkretes Angebot. Daher hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) für diese Familie geklagt. Die Prozesskosten von rund 20.000 Euro übernimmt ebenfalls der AWD.

Erbteil in Immofinanz investiert


Der AWD entschädigt auch eine Witwe aus Salzburg: Sie musste nach dem Tod ihres Ehemanns das Erbteil der beiden minderjährigen Kinder anlegen. Ein AWD-Berater empfahll ihr "mündelsichere" Immofinanz-Aktien. Im Herbst 2008 war der Erbteil fast zur Gänze verloren. Der VKI klagte auch hier auf Rückzahlung des Kaufpreises gegen Herausgabe der Aktien. Der AWD bot hier ebenfalls rund 70 Prozent des Differenzschadens und die Zahlung der Kosten des Verfahrens an. Auch dieser Fall wurde daher ohne gerichtliches Urteil, aber durchaus im Sinn der Kläger geregelt.

Großkampftag am 7. Juli

Der nächste wichtige Termin im Konflikt des AWD mit dem VKI dürfte der 7. Juli sein. An diesem Tag geht es bei Gericht um die dritte Sammelklage, die der VKI für rund 1500 Immofinanz-Geschädigte einbrachte.

(Red.)