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SPÖ will Vorstandsgehälter in staatsnahen Betrieben kürzen

Dietmar Hoscher
Dietmar Hoscher sorgt für Wirbel in der SPÖimago images/Viennareport
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Rendi-Wagner reagiert auf die Causa Dietmar Hoscher: Ein Jahresgehalt von mehr als 500.000 Euro ist für die SPÖ-Chefin nicht tragbar. Zudem soll es mehr Transparenz bei den Managergehältern geben.

Vier Millionen Euro erhält der ehemalige SPÖ-Abgeordnete Dietmar Hoscher bei den Casinos Austria dafür, dass er bis Juni 2022 nichts tut. Nun reagiert SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner auf die für ihre Partei recht unangenehme Causa: "Die Höhe mancher Vorstandsgehälter, auch jene der Casinos-Vorstände, ist nicht nachvollziehbar", sagte sie gegenüber dem „Standard“. Rendi-Wagner spricht von einer "massiven Fehlentwicklung“. Daher wolle die SPÖ nun drei Anträge zum Thema Manager-Gehälter im Nationalrat einbringen.

Zum einen sollen Vorstandsgehälter in staatsnahen Betrieben auf 500.000 Euro jährlich begrenzt werden. Rendi-Wagner: "Es ist politisch nicht nachvollziehbar, warum in Betrieben, an denen die Republik mehrheitlich beteiligt ist, Vorstandsbezüge gewährt werden, die teilweise einem Vielfachen des Bezugs des österreichischen Bundeskanzlers entsprechen."

Die Grenze von einer halben Million überschritten etwa die durchschnittlichen Vorstandsbezüge von Post, Verbund, ÖBB, Immigon und HBI Holding.

Mehr Transparenz

Zudem soll das Verhältnis von Vorstandsgehalt zum Durchschnittsgehalt der Belegschaft verpflichtend im Geschäftsbericht offengelegt werden und damit mehr Transparenz erreicht werden. Der dritte Antrag bezieht sich auf den Spitzensteuersatz von 55 Prozent, der im kommenden Jahr ausläuft: Er soll unbefristet gelten.

>>> Bericht auf „derstandard.at"

(Red.)