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Grätzeltour

Ottakring aus der Sicht eines Wohnungslosen

Ferdinand Kolar als „Supertramp“-Guide am Familienplatz vor der Pfarre Neu-Ottakring, links die Polizeistation Wattgasse.
Ferdinand Kolar als „Supertramp“-Guide am Familienplatz vor der Pfarre Neu-Ottakring, links die Polizeistation Wattgasse.Dimo Dimov
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In Ottakring aufgewachsen, kannte Ferdinand Kolar sein Viertel genau. Bis er obdachlos wurde und seine Heimat quasi ganz neu entdeckte – auch als Arbeitsplatz.

Was ist wichtig in einer Stadt? Ob Tourist, Einheimischer, Kind, Architekturfan, Shopaholic, Obdachloser ... was man wahrnimmt, hängt immer vom Blickwinkel ab. Ferdinand Kolar, gelernter Nachrichtentechniker, geriet durch die Krankheit seines Vaters, den er pflegte, und dadurch angehäufte Schulden in eine Negativ-Spirale und hat inzwischen einige Blickwinkel-Änderungen erlebt.

„Ich bin im 16. Bezirk im Grätzel Ottakringer Straße/Wattgasse/Hernalser Hauptstraße aufgewachsen. Und für eine Gegend, in der man sich gut auskennt, entwickelt man so etwas wie eine Standorttreue“, meint Kolar. „Was in einer manchmal ausweglos scheinenden Situation hilfreich sein kann.“

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