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Kolumne

Mehr als nur eine Posse

Sprechblase Nr. 322. Warum der „Purpose“ so intensiv thematisiert wird.

Führungskräfte, die nicht über – Achtung, Sprechblase – den Purpose nachdenken, verpassen zumindest eines: einen riesigen Hype. Dabei ist das mit dem Purpose ja grundsätzlich eine feine Sache.

Wobei man sich fragen muss, warum erst jetzt so intensiv über den Purpose nachgedacht wird. Der ist mehr als die Vision, die beschreibt, wie das Unternehmen in der Zukunft aussehen möchte, und mehr als die Mission, die zeigen soll, was für wen geleistet wird.

Im englischen Sprachgebrauch gibt es den Dreischritt „Be – do – say“: Das sind wir, das tun wir, das erzählen wir. Statt sich zu fragen, „Was wäre, wenn es uns nicht gäbe?“, fangen viele Unternehmen mit dem dritten Schritt, dem Erzählen, an, ohne über das eigene Sein nachgedacht zu haben.

Weil das so ist, verkommt das Theater rund um den Purpose in vielen Fällen zu einer Posse.

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

Die gesammelten Kolumnen finden Sie hier.