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Umfrage

Kapitalertragssteuer hält Österreicher vom Investieren in Aktien ab

DAX knackt 13.000 Punkte
Österreicher würden gerne mehr in Wertpapieren veranlagen.APA/dpa/Boris Roessler
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26 Prozent der Österreicher würden mehr in Aktien, Anleihen und Fonds investieren, wenn es keine KESt gebe.

Die Wertpapier-KESt schreckt österreichische Anleger davon ab, in Fonds, Aktien oder Anleihen zu investieren. Das ergab eine Studie von Integral. Demnach sagen 15 Prozent der Österreicher, die überhaupt keine Wertpapiere besitzen, sie würden diese Veranlagungsform wählen, wenn es die 27,5 Prozent Kapitalertragsteuer auf Wertpapierinvestments nicht geben würde. Über alle Befragten, Wertpapier-Besitzer und Nichtbesitzer, sind es sogar 26 Prozent, die bei Abschaffung der KESt diese Anlageklasse verstärkt wählen würden. Über die Hälfte, nämlich 53 Prozent aller Österreicher, die schon Wertpapiere besitzen, würden ohne KESt verstärkt in Fonds, Aktien und Anleihen investieren.

„In einer Zeit in der es auf klassische Spareinlagen keine Zinsen gibt, sollten Maßnahmen ergriffen werden, um Privatanlegern den Weg in Wertpapier-Investments zu vereinfachen. Die Kapitalertragssteuer auf Wertpapiere bewirkt leider das genaue Gegenteil“, kommentiert Erste-Bank-CEO Peter Bosek. Aufgrund der niedrigen Zinsen stieg die Kreditsumme durchschnittlich um 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr von 67.500 Euro auf 79.400 Euro an.

Trotz des niedrigen Leitzins bleibt das Sparbuch laut Umfrage weiter attraktiv. Während andere etablierte Anlageformen in ihrer Popularität gleich bleiben wie der Bausparer stagnieren oder sogar rückläufig sind wie Lebensversicherung und Pensionsvorsorge, legt das Sparbuch um drei Prozentpunkte zu. Alternative Investitionsmöglichkeiten wie Immobilien schneiden im Vorjahresvergleich ebenfalls gut ab. Wertpapiere werden weiter konstant von 30 Prozent in Erwägung gezogen.

Umfrage

Integral hat 1.000 ÖsterreicherInnen (repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 14 Jahren) mittels telefonischen und Online-Interviews nach ihren geplanten Spar- und Anlageformen sowie ihrem Finanzierungsbedarf gefragt. Die Befragung fand im 3. Quartal im Zeitraum von 13. September bis 26. September 2019 statt. Soweit nicht anders angegeben, handelt es sich bei den Vergleichswerten um Zahlen aus dem gleichen Quartal des Vorjahrs.

(red./herbas)