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Heumarkt-Turm des Anstoßes wackelt

Ursprünglicher Heumarkt-Plan: Der 74, dann 66 Meter hohe Turm kommt womöglich nicht.[Rendering: Nightnurse]
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Um den Weltkulturerbe-Status für Wien zu retten, ist Investor Michael Tojner zu einem bisher kategorisch ausgeschlossenen Kompromiss bereit. Allerdings stellt er der Stadt ein Ultimatum bis zur Wien-Wahl.

Wien. Der Partycrasher hört auf den Namen Ernst Woller. Dem Landtagspräsidenten und Unesco-Sonderbeauftragten Bürgermeister Michael Ludwigs (beide SPÖ) gelang es, am Freitagvormittag überraschend, die Opposition zu düpieren. Die ÖVP hatte zu einem Sondergemeinderat zusammengetrommelt. Weitschweifiger Titel: „Wiens kulturelles Erbe vor Rot-Grün schützen: Retten, was noch zu retten ist! Das Bauprojekt am Heumarkt ist mit dem Weltkulturerbe nicht vereinbar und darf nicht realisiert werden.“

Woller verkündete in der Sitzung eine Einigung mit Investor Michael Tojner, auf den Bau des umstrittenen Turm zu verzichten. Darüber sei er „sehr glücklich“ formulierte der Landtagspräsident wenig später in seinem Büro bei einem eilends einberufenen Hintergrundgespräch.