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Analyse

Der Brexit rückt das Europaparlament politisch nach rechts

Europäisches Parlament in Straßburg.
Europäisches Parlament in Straßburg.(c) imago images / MiS (Marcel M�cke/M.i.S. via www.imago-images.de)

Die Zahl der EU-Mandatare sinkt von 751 auf 705. Liberale, Grüne und Sozialdemokraten verlieren 24 Sitze.

Brüssel. Das Ende der britischen Mitgliedschaft in der Europäischen Union bringt auch den Auszug der 73 britischen Abgeordneten zum Europaparlament mit sich. Und das löst eine leichte Verschiebung der politischen Orientierung des Hauses nach rechts aus. Denn knapp mehr als die Hälfte dieser austretenden britischen Mandatare kommen von Labour, den Liberal Democrats und den Grünen. Dazu kommen die 27 Abgeordneten der spontan vor der Europawahl im vergangenen Mai gegründeten Brexit-Party sowie drei weitere Mandatare, die allesamt fraktionslos sind. Die Tories erlitten bei dieser Wahl eine vernichtende Niederlage und hatten nur mehr vier Sitze in Straßburg und Brüssel. Die Europäische Volkspartei (EVP), größte Gruppe im Europaparlament, hatte keine britischen Mitglieder (die Tories haben sich vor einem Jahrzehnt unter Premierminister David Cameron absentiert), somit verlieren sie auch nichts.