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Wissenschaft

Licht ohne Feuer

80 Prozent der leuchtenden Arten leben – wie diese Quallen – im Wasser.
80 Prozent der leuchtenden Arten leben – wie diese Quallen – im Wasser.(c) Tanja Luther / Westend61 / pictu (Tanja Luther)
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Die lebende Natur strahlt doppelt, mit Biolumineszenz und Biofluoreszenz, das kann uns den Weg weisen – und vielleicht fernes Leben zeigen.

Als Plinius d. Ä. anno 50 in der Bucht von Neapel spazieren ging und es dunkel wurde, fand er Abhilfe in angeschwemmten Quallen, in deren leuchtendem Schleim rieb er seinen Stock, dann trug er ihn wie eine Fackel vor sich her. Ähnlich hielten es später Skandinavier, als sie sich in düstere Wälder wagten, sie sammelten Äste mit fahlem Schimmer und markierten damit den Weg. Und wieder später halfen sich englische und deutsche Bergleute in den finsteren Tiefen von Kohleminen, in denen offenes Licht zu gefährlich war, mit dem, das getrocknete Fischhäute leuchten ließ. Anderswo dienten Flaschen voller Glühwürmchen dem gleichen Zweck.