Feuilleton

Alabama, Fürstenfeld: Heimweh in der Popmusik

„Home . . . is where I wanna be“, sangen die Talking Heads. Aber wo ist dieses Heim? Dort, wo Chris Rea alle Jahre wieder hinfährt? Und hat seine Heimeligkeit auch mit dem Wortklang zu tun? Eine Hörfahrt.

„Driving home for Christmas“, singt Chris Rea seit 1986 alle Jahre wieder im Tagesbegleitradio, „with a thousand memories.“ Der Nachsatz ist wichtig. Wer dieses Lied einmal im Auto gehört hat, auf dem Weg zwischen zwei Orten, die beide den Namen Heimat verdienen, für den ist es aufgeladen, so kitschig es sein mag. Man muss hier nicht an zerrissene Familien denken, es reicht die Situation eines Bundesländerstudenten, dem am 23. Dezember zum ersten Mal bewusst wird, dass er auch in der Hauptstadt daheim ist . . .