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Bundesfinanzierungsagentur stellt bundesschatz.at ein

Symbolbild(c) Clemens Fabry
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Das in bundesschatz.at veranlagte Volumen betrug zuletzt deutlich unter einem Prozent des Finanzschuldenstandes des Bundes.

Die Österreichische Bundesfinanzierungsagentur (OeBFA) stellte angesichts der Niedrigzinsen das Online-Sparprodukt "bundesschatz.at" ein. "Die veranlagten Gelder sind selbstverständlich sicher, und die abgeschlossenen Veranlagungen werden auch nicht vorzeitig aufgelöst", teilte die OeBFA am Montag mit. Neue Kontoanträge werden ab sofort nicht mehr angenommen.

Insgesamt sind bei den "Bundesschätzen" rund 55.000 Konten registriert, etwa 9.000 davon haben einen Kontostand über Null. Das veranlagte Volumen beläuft sich auf circa 1,4 Mrd. Euro, sagte OeBFA-Geschäftsführer Markus Stix zur APA. 93 Prozent dieser Gelder sind innerhalb der nächsten 12 Monate fällig und werden auf das Referenzkonto überwiesen. Konten mit einem Kontostand von Null Euro werden per 21. Jänner 2020 automatisch geschlossen.

Im heurigen Juli wurden die Zinsen bei allen Laufzeiten auf 0,00 Prozent gestellt. Bei Einlagen mit kurzen Laufzeiten bis zu einem Jahr war das schon länger der Fall, seit Sommer gilt es auch für jene mit einjähriger, zwei-, vier-, fünf- sowie 10-jähriger Bindungsfrist. "Eine weitere Absenkung ist wegen der rechtlichen Ausgestaltung des Produktes als Wertpapier nicht möglich, daher wurde im Sinne der SteuerzahlerInnen der Entschluss gefasst, das Produkt ehestmöglich zu schließen", heißt es in der Mitteilung der OeBFA.

Der Betrieb von "bundesschatz.at" wird demnach per 30. Juni 2020 eingestellt, Auswirkungen auf den Finanzierungsplan der Republik Österreich gebe es keine. Mit dem 2002 eingeführten Produkt konnten Private über das Internet Wertpapiere der Republik Österreich erwerben.

(red./APA)