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Expertenkritik

FPÖ-Historikerbericht: "Zahlreiche Übereinstimmungen" mit Wikipedia

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FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker, der Koordinator der Historikerkommission Andreas Mölzer (R.) und der Historiker Thomas Grischany (L.)APA/HERBERT P. OCZERET
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Experten orten mangelnde selbstkritische Auseinandersetzung der FPÖ mit ihrer Vergangenheit und erheben Plagiatsvorwürfe.

Der einen Tag vor Weihnachten von der FPÖ präsentierte Historikerbericht zur Aufarbeitung ihrer Parteigeschichte stößt nicht nur beim politischen Gegner, sondern auch bei Experten auf Kritik. Die Historikerin Heidemarie Uhl von der Akademie der Wissenschaften kritisierte eine mangelnde selbstkritische Auseinandersetzung und Stefan Weber erhob einen Plagiats-Vorwurf.

>>> Ein Weihnachtsgeschenk der FPÖ an ihre Gegner

Uhl meinte am Weihnachtstag im ORF-"Morgenjournal", sich selbstkritisch auseinanderzusetzen sei offenbar nicht das zentrale Ziel der FPÖ mit diesem Bericht gewesen. Die ganze zeitgeschichtliche Forschung sei offensichtlich negiert worden. Für die Expertin fehlt durchgängig ein klares Bekenntnis, dass die Aufarbeitung der Vergangenheit auch für die Zukunft eine klare Grenzziehung von sogenannten Einzelfällen und Antisemitismus bedeute.

Medienwissenschafter und Plagiatsgutachter Stefan Weber fand nach einer kursorischen Analyse der ersten drei Beiträge in jenem des Historikers Michael Wladika über die NS-Vergangenheit von Funktionären der FPÖ und ihres Vorläufers, des Verbandes der Unabhängigen (VdU), "zahlreiche Übereinstimmungen" mit Wikipedia-Artikeln.

(APA)